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Archive for category: Allgemein

Theaterclubs Paderborn 2018

Wir gratulieren unseren Studierenden des 1. Semesters, deren Entwürfe für die Realisierung am Theater Paderborn ausgewählt wurden. Bereits zum 5. Mal kooperiert der Studiengang mit dem Theater Paderborn . Unter Leitung von Prof. Kerstin Laube haben die Studierenden in diesem Semester Bühnenraum- und Kostüm-Konzepte für die theaterpädagogischen „Projektclubs“ für zwei zeitgenössische Stücke entworfen: “Kreuzweg” (Anna & Dietrich Brüggemann) und “Auerhaus” (Bov Bjerg) werden Mitte des Jahres Premiere feiern.

“Auerhaus” erzählt von der Utopie von Gemeinschaft und vom heftigen Augenblick des Erwachsenwerdens, in dem das Leben für sechs Jugendlichen an die Tür klopft. Amina Nouns hat hierfür einen materialreichen Spielraum entworfen, indem die Darsteller sich einrichten und konkrete Szenen immer wieder selbst bauen. Die zeitgenössischen Kostüme von Oliver Burkhardt charakterisieren die Individualität der Figuren.
“Kreuzweg” ist ein Stationendrama in 14 Bildern: Im Zentrum steht die 14-jährige Maria, zerissen zwischen strengem katholischen Glauben und ihrer Realität als Teenager. Mara Barnabó hat dazu einen mehrschichtigen transluzenten Grundraum über Gazewände geschaffen, in dem Spielszenen durch unterschiedliche Aufstellung des Mobiliars und extreme Lichtstimmungen kontrastiert werden.
Lena Tiffert unterstützt durch ein helles, fast farbloses aber über Gruppen stark ausdifferenziertes Kostümkonzept die entrückte unnahbare Atmosphäre.

Die Realisierungen erfolgen ab Anfang März bis Ende Juni 2018 in enger Zusammenarbeit mit den Regieteams und den Gewerken am Theater Paderborn.

“Auerhaus” (Bov Bjerg), Premiere: 16. Juni 2018
Regie: Marie Sophie Dudzic
Bühne: Amina Nouns
Kostüme: Oliver Burkhardt

“Kreuzweg” (Anna & Dietrich Brüggemann), Premiere: 29. Juni 2018
Regie: Steven Wadulla
Bühne: Mara Barnabó
Kostüme: Lena Tiffert

Fotos Auerhaus und Kreuzweg: (c) Theater Paderborn. Fotos Modellskizzen Auerhaus: (c) Amina Nouns, Oliver Burkhardt. Fotos Modellskizzen Kreuzweg: (c) Mara Barnabó, Lena Tiffert. Fotos Bauprobe: (c) Lena Tiffert.

Lecture Lila Chitayat “spatial storytelling and how to play with time in space” 23.5.

Lila Chitayat – a multidisciplinary creator, architect, new-media artist and experimental designer in Israel and Germany – examines shifts occuring in the past decades: How do we rethink space and what are its affects on how we read spaces today?
Using our bodies, movement and multiple realities we can play with time, slow it down or open up gaps to experience spaces and tell stories through them. By the extensive use of new technologies, virtual worlds and multiple dimensions we can now shift out to non euclediean geometries, interactivity and non- linear storytelling, triggering us to be in a space, be the space and playfully experience it.

Wednesday, 23 May 2018,  20:00
TU Berlin Bühnenbild_Szenischer Raum, Studio 484, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin
Free entry, lecture held in English

Lila is a Senior Lecturer at the Design Faculty of H.I.T Holon Institute of Technology teaching on the Masters program and Interior Design departments. She is the Founder of LinC Studio: A trans-disciplinary design environment involving media and technology to produce a wide range of projects in urban installations, space design, exhibit design and digital architecture for virtual environments worldwide. Her projects include numerous museum exhibition designs, technology-based interactive installations, such as Taxilink (winner of PRIX Ars Electronica 2010), Ideal Virtual Jerusalem for MIC, sensing sound installation and urban interventions. She is currently based in Berlin on a sabbatical year and lives and works in Tel Aviv. Lila received her M.Arch from Columbia University and B.Arch from Pratt Institute and a b.Des at HIT.
www.lilachitayat.com

© Fotos: Lila Chitayat, Dor Kedmi, Eitan Vitkon

OPEN STUDIO am 23. Mai

OPEN STUDIO am 23. Mai

Herzliche Einladung zum nächsten OPEN STUDIO am Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum!

Mittwoch, 23. Mai 2018, 18 – 19.30 Uhr
Studio 484 des Studiengangs – Ackerstraße 76, 13355 Berlin (Hof 3, Treppe H, 4. Etage)
Eintritt frei, um Anmeldung per E-Mail wird gebeten

Das OPEN STUDIO für alle Studieninteressierten gibt Einblick in das Profil und das Bewerbungsverfahren des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum TU Berlin. In kleiner Runde geben Studiengangsleiterin Prof. Kerstin Laube und Koordination Maria Dannecker Einblick in das Studiengangsprofil, die Arbeitsweise, das Berufsbild und Bewerbungsprozedere, führen durch unsere Ateliers, zeigen einige Projekte aus den Bereichen Bühnenbild und Szenischer Raum und bieten Dialog für alle Fragen rund ums Studium, Vereinbarkeit mit Arbeit oder Familie, Berufsperspektiven, Finanzierungsmöglichkeiten / Stipendien und Netzwerk.

Im Anschluss um 20 Uhr findet der Vortrag von Lila Chitayat “Spatial Storytelling” statt.

Weitere Informationen zum Studium und Bewerbungsverfahren und Download Bewerbungsdetails.

Rückfragen zur Bewerbung und zum Studium beantwortet gern  Salka Schulz: Tel. 030-31472174

Beiderseits der Oder: Ausstellungsgestaltung

In Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam:

Im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa“ und des Europäischen Kulturerbejahres 2018 „SHARING HERITAGE“ gestalten unsere Studierenden eine multimediale Ausstellung über die Region beiderseits der Oder. Dieser als Folge des Zweiten Weltkriegs entstandene gemeinsame erinnerungsgeschichtliche europäische Raum von Deutschen und Polen wird erzählt über Fotografien und Filme realer, topografischer Erinnerungsorte konfrontiert mit Fragen und Erinnerungsfragmenten, in denen individuelle und kollektive Narrative ihren Niederschlag finden. Auf der Grundlage von Dokumentationsmaterial, historischen Zeugnissen und Interviews entsteht ein immersiver Erinnerungsraum, der die Brüche und Kontinuitäten, Fremdheit und neu erworbene Vertrautheit, Geschichtsvergessenheit und neues Geschichtsinteresse erfahrbar macht.

Die Ausstellung entsteht in Partnerschaft mit dem Instytut Zachodni Poznań / West-Institut Posen und dem Muzeum Ziemi Lubuskiej w Zielonej Górze, Museum des Lebuser Landes Grünberg.

Die Ausstellung ist vom 7. September 2018 bis 20. Januar 2019 zu sehen.

Studierende: Mara Barnabò, Anja Dietz, Katharina Filist, Julius Kirchner, Suriya Poieam, Svenja Stannat, Lena Tiffert, Greta Wolf-Rosenbaum
Mentoren: Prof. Kerstin Laube, Heiko Kalmbach
Koordinatorin: Maria Dannecker

© Fotos: TU Bühnenbild_Szenischer Raum

Lecture Mark Coniglio: Responsive Media & Interactive Performance

Mark Coniglio – Medienkünstler, Komponist und Programmierer – gilt als Pionier in der Erforschung der Kombination von Tanz und interaktiven Medien. Ausgehend von Troika Ranch (der medienintensiven Tanzkompanie, die er zusammen mit Dawn Stoppiello gründete) entwickelte er die Mediensoftware Isadora, die nun seit fast drei Jahrzehnten eine wichtige Schnittstelle zwischen Bewegung, Medien und Digitalem bildet.

Dienstag 17. April 2018,  19 Uhr
TU Berlin Bühnenbild_Szenischer Raum, Studio 484, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin
Eintritt frei

Coniglios erste Tanz- und Medienarbeiten mit Kombinationen von sensorischen Systemen, reaktionsschnellen Medien-Software und Live-Darstellern erzeugen eine interaktive “Reflexion” des Körpers. Seinen frühen Arbeiten folgend, entwickelt er heute Performances, in denen künstliche Intelligenz in den Konflikt mit menschlichem Wissen gebracht wird. So soll die Erfindung neuer Bewegungen, unvorhergesehener Strukturen und Beziehungen zwischen Körper, Medien und Bühne herausgefordert werden.

Der Vortrag wird auf Englisch gehalten.

Link zur facebook-Veranstaltung

© Foto: Mark Coniglio, A.T.Schaefer
Photo Credit 2: Richard Termine – Lucia Tong , Daniel Suominen & Robert Clark in “16 [R]evolutions”
Photo Credit 3: Richard Termine – Johanna Levy & Lucia Tong in “16 [R]evolutions”

Theaterbausammlung der TU Berlin nun vollständig online verfügbar!

DFG-Projekt der TU Berlin und der Beuth Hochschule Berlin zur Erfassung und Digitalisierung von über 500 mitteleuropäischen Theaterbauten erreicht die Zielgerade.

Pünktlich zu Beginn des Europäischen Kulturerbe-Jahres 2018 geht die Theaterbausammlung der TU Berlin mit über 5000 Objekten online. Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierte Kooperationsprojekt zwischen der TU Berlin und der Beuth Hochschule hat sein Ziel – die Erschließung und Digitalisierung der Theaterbausammlung der TU Berlin – nach zwei Jahren erfolgreich erreicht.

Die Sammlung beherbergt gut erhaltene Archivalien aus dem Zeitraum 1939 bis 1969 zu mehr als 500 Theaterbauten schwerpunktmäßig in Deutschland, Österreich, Frankreich, Slowenien, Polen, Tschechische Republik und Russland. Die bildlichen Materialien – Grundrisse, Schnitte, Fotografien und Schriftdokumente – geben einen einzigartigen Überblick des Zustands mitteleuropäischer Kulturbauten in der Mitte des 20. Jahrhunderts: Einerseits bildet die Sammlung eine Bestandsaufnahme der visionären Entwicklungen der 20er und 30er Jahre, andererseits dokumentieren die Objekte sowohl Stagnation als auch Rückbau während des Dritten Reichs von 1933 bis 1945. Zugleich gibt die Sammlung wertvolle Einblicke in die Visionen des architektonischen Aufbruchs der Nachkriegsmoderne bis in die 60er und 70er Jahre.

Hauptaugenmerk der Sammlung ist ohne Zweifel das gut erhaltene Konvolut zum Handbuch „Das Deutsche Theater“ – ein groß angelegtes Publikationsprojekt, das Albert Speer in seiner Funktion als Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt 1939 in Auftrag gab. Bis 1943 wurden trotz der herrschenden Kriegssituation über 500 Theater des „Großdeutschen Reiches“ mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens sowie fotografisch und zeichnerisch erfasst. Zu einer Veröffentlichung kam es aber nicht. 319 dieser Mappen konnten über das Kriegsende hinweg gerettet werden und zeigen heute auf einzigartige Weise den Status Quo mitteleuropäischer Kulturbauten Mitte des 20. Jahrhunderts. Einen zweiten Schwerpunkt bildet der umfangreiche Fotonachlass des Theater-Architekten Gerhard Graubner. Neben Wettbewerbsentwürfen aus den 50er und 60er Jahren sind dort vor allem seine bekannten Nachkriegswerke wie das Schauspielhaus Bochum, das Schauspielhaus Wuppertal, der Umbau des Nationaltheaters München und viele andere seiner Theater-Bauten dokumentiert.

Im ehemaligen Institut für Theaterbau der TU Berlin (1968-1987) wurden die Archivalien gesammelt und nach längerem Dornröschenschlaf 2014 aufgeweckt: Drei Kooperationspartner – das Architekturmuseum und der Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin sowie der Studiengang Theatertechnik der Beuth Hochschule Berlin – bildeten eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe. Durch eine erfolgreiche DFG Antragstellung konnte das zweijährige Digitalisierungs-Projekt im Januar 2016 starten und das fünfköpfige Team die Arbeit im Architekturmuseum aufnehmen. Projektleiterin Franziska Ritter betont: „Durch den nun vollzogenen Umzug in das Architekturmuseum, die dortige sichere Bewahrung und die hochauflösende Digitalisierung konnte eine zukunftsweisende Grundlage für weiterführende Forschung geschaffen werden. Unser Team hat im Laufe der zwei Jahre das Projekt auf mehreren internationalen Konferenzen vorgestellt und wir haben weitere interdisziplinäre Kooperationen, z. B. mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin und dem Institut für Kunstgeschichte der TU Berlin etabliert, um eine wissenschaftliche Auswertung der gewonnenen Daten weiterzuverfolgen.“  Prof. Dr. Bri Newesely sagt dazu: „Unser Ziel ist es, im Zusammenhang von Baugeschichte, Bühnentechnik und Szenographie über theatrale Räume zu reflektieren. Durch eine dafür entwickelte analytisch-vergleichende Bestandsaufnahme in Form von Kartographien entsteht ein vielschichtiges Bild der theatralen Landschaft. Die komplexe Aufbereitung des historischen Materials wird das Verständnis für die zukünftige Auseinandersetzung, Bewertung und Konzeption von Theaterbauten voranbringen.“

Als eines der ersten Museen weltweit hat das Architekturmuseum Anfang des Jahrtausends begonnen, seine gesamten Bestände nicht nur EDV-gestützt zu katalogisieren, sondern auch bildlich zu digitalisieren und online zu stellen. In den letzten Jahren hat sich das Museum als Vorreiter der Open-Access-Strategie von wissenschaftlichen Ressourcen etabliert. Museumsdirektor Dr. Hans-Dieter Nägelke freut sich über den theatralen Zuwachs: „Das Konvolut ist als Dokumentation des deutschen Theaterbaus einmalig, da es als originäres Quellenmaterial und als singulärer Schnitt in seiner Geschlossenheit sonst nirgendwo anders so umfangreich dokumentiert ist. Wir sind froh, dass die Objekte nun in unserem Museum den Bestand bereichern.“

Die Sammlung ist ab sofort vollständig über die Onlinedatenbank des Architekturmuseums der TU Berlin für die Wissenschaft und eine breite Öffentlichkeit frei zugänglich und leistet damit schon jetzt einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und zur Sichtbarmachung kulturellen (Theater)Erbes in Europa.

Projektseiten:

http://www.tu-buehnenbild.de/forschung/theaterbausammlung

https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?p=610

Projekt-Team
Architekturmuseum TU Berlin – Dr. Hans-Dieter Nägelke
FG Theatertechnik Beuth HS Berlin – Prof. Dr. Bri Newesely
Bühnenbild_Szenischer Raum TU Berlin – Projektleitung: Franziska Ritter
Studentische Hilfskräfte: Robert Huth, Julia Kleinschmidt, Birte Dördelmann

Kontakt:
Franziska Ritter, franziska.ritter@tu-berlin.de, Tel: +49 (0)30 – 314 72 174

Neue Ideen für das Preussenmuseum Minden

In Zusammenarbeit mit dem LWL-Preußenmuseum Minden waren in diesem Semester innovative, szenografische Entwürfe für die Neugestaltung und Neuausrichtung dieses traditionsreichen Museums gesucht. Fünf interdisziplinäre Teams bestehend aus Bühnenbild-Studierenden und Architektur-Studierenden der TU Berlin haben unter Leitung von Dozent Johann Jörg die spannende Geschichte Preußens und seiner Spuren in Westfalen unter die Lupe genommen. Das konzeptionelle Briefing und inspirierenden Input steuerte Szenografie-Experte und Pionier der Szene, Prof. Dr. Gerhard Kilger, bei.

Insbesondere das Aufbrechen von Historie, das Transformieren von Inhalten in eine Sprache von Heute und das visionäre Denken von Politik, Gesellschaft und Architektur aus dem Bewusstsein um eigene Geschichte, standen beim Entwerfen im Fokus. Gerade vor dem Hintergrund eines wieder kontrovers diskutierten Europas und einer anhaltenden Migrations-Debatte ist Preussen und seine Politik interessanter denn je.

Fünf sehr unterschiedliche szenografische Konzepte mit neuen, frischen Lesarten und ungewöhnlichen, überraschenden Übersetzungen in den Raum wurden entwickelt und kontrovers diskutiert – aber (leider) kann nur ein Konzept realisiert werden:

Wir gratulieren Jakob Blazejczak, Anne Kummetz und Lukas Kesler – ihr Entwurf hat die Jury überzeugt und wird in den kommenden Monaten weiterentwickelt. Im Fernsehbeitrag vom WDR berichtet das Sieger-Team über die herausfordernde Entwurfsarbeit und das ausgewählte Konzept.

Studierende: Jakob Blazejczak, Thalia Budin, Svenja Christian, Anja Dietz, Anne-Marie Heydeck, Marian Jobke, Lukas Kesler, Anne Kummetz, Linda Rodenheber, Greta Wolf-Rosenbaum

Dozent: Johann Jörg
Co-Dozent: Bernhard Wedow

OPEN DAY 2018

OPEN DAY 2018

Herzliche Einladung zum OPEN DAY am Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum:

Freitag, 16. Februar 2018
17 bis 20 Uhr, Eintritt frei
Studio 484 des Studiengangs – Ackerstraße  76, 13355 Berlin (Hof 3, Treppe H, 4. Etage)
Facebook-Veranstaltung

Der Infotag für das Masterstudium Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin. Wir geben Einblick in Profil und Bewerbungsverfahren: Einführungsvortrag der Studiengangsleitung und Dozenten, Atelierrundgang mit Studierenden, Projektvorstellungen aus den Bereichen Bühnenbild und Szenischer Raum.

Gespräche mit Dozenten und der Koordination geben Antworten auf Fragen z.B. zum Stundenplan, zur Vereinbarkeit mit Arbeit und Familie, Berufsaussichten, Finanzierungsmöglichkeiten und Vernetzung.

Wir bieten individuelle Studienberatungen für die Bewerbung zum neuen Wintersemester an. Um Voranmeldung (insbesondere für Mappenberatung) wird gebeten: Franziska Ritter (Tel. 030-31472174)

Weitere Informationen unter: Studium und Bewerbungsverfahren.
Rückfragen beantwortet gern Salka Schulz.

Vortrag: Wohin geht die Szenografie?

Vortrag Prof. Dr. Kilger: “Wohin geht die Szenografie? Neue Qualität für Ausstellungskultur”

Bei ihrer Suche nach neuen Ausdrucksformen im Ausstellungswesen haben sich Konzepte – hauptsächlich bei Museen – in zwei deutlich unterschiedliche Richtungen entwickelt: Auf der einen Seite hat eine Rückbesinnung auf die Aussagekraft der „Sprache der Dinge“ stattgefunden, die mit objektorientierter Ästhetik einhergeht, auf der anderen Seite haben vielerorts Ansprüche an erlebnishafte Publikumsangebote dazu geführt, dass Darstellungsinhalte in Ausstellungen von oberflächlicher Eventkultur dominiert wurden. Für eine zukünftige Ausstellungskultur sollen neue Grundsätze und Modelle entworfen werden.
Dafür geht der Vortrag auf Fragen der Publikumserwartung, der Qualität von Szenografie in Ausstellungen, auf Raumdramaturgie, nonverbale Vermittlung und Darstellung des Immateriellen ein.

Mittwoch 24. Januar,  19-21 Uhr TU Berlin Bühnenbild_Szenischer Raum, Studio 484, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin

Prof. Dr. Gerhard Kilger – Physiker, Philosoph und Künstler – setzte als Gründungsdirektor der DASA (Deutsche Arbeitsschutzausstellung in Dortmund), einem der größten und modernsten Technikmuseen Deutschlands, wegweisende Impulse für szenische Ausstellungskonzepte und -choreografien. Seit 2013 ist er als freier Künstler und Berater für Museen, Ausstellungen, Szenografie und Public Understanding of Science (PUSH) tätig.

Link zur facebook-Veranstaltung

© Foto: Harald Hoffmann

Interview: Cäcilia Gernand

Cäcilia Gernand arbeitet als freie Szenografin und Szenenbildnerin und hat von 2008-2010 bei uns am Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum studiert. Sie entwirft Film- und Bühnenarchitekturen für ARD, ZDF, den SWR und viele andere Kunden. Zudem lehrt sie mittlerweile selbst als Dozentin für Szenografie.

Du hast vorher Innenarchitektur und Szenenbild studiert – hattest du zu Studienbeginn an der TU schon deinen jetzigen Beruf im Kopf? Mit welcher Erwartung hast du das Studium begonnen? Haben sich deine Ziele während des Studiums geändert?
Ich habe das Studium mit der Erwartung begonnen meinen Blick zu erweitern, auch um mein künstlerisch-gestalterisches Anliegen mehr in meine Arbeit integrieren zu können und das Thema „Raum“ in seiner Komplexität zu erfahren und noch klarer zu begreifen.
Meinen Beruf als Filmarchitektin und Szenenbildnerin habe ich bereits vor dem TU-Studium ausgeführt. Verändert hat sich für mich die Ideenfindungs- und Konzeptphase sowie das bewusste Erarbeiten atmosphärischer Stimmungen. Ich recherchiere viel intensiver und breitgefächerter, experimentiere mehr, arbeite bevorzugt interdisziplinär, nehme z.B. Elemente aus dem Bühnenbildbereich, integriere diese in einen Entwurf und schaffe damit neue Raumzusammenhänge. Wichtig ist mir dabei, intensiv inhaltlich zu arbeiten, bevor ich eine neue Gestaltung entwickele. Meine Devise ist: Die Gestaltung entwickelt sich aus dem Inhalt und muss diesen auf sinnlicher Ebene sichtbar und erlebbar machen. Zudem fiel mir während des Studiums auf, dass ich durch meine langjährige berufliche Tätigkeit einen fundierten Hintergrund habe und gerne dieses Wissen weitergebe. Daraus ist der Wunsch entstanden unterrichten zu wollen. Inzwischen arbeite ich als Dozentin für Szenografie an einer Hochschule und veranstalte Seminare zu Themen wie Set Design, filmische Szenografie sowie experimenteller Raum. Mit den Studenten arbeite ich gerne fachübergreifend und erforsche u.a. neue Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung, Urbanität und Raum.

Welche Schwerpunkte hast du in deinem Studium gelegt? Lag dein Interesse eher im Bühnenbild oder im Szenischen Raum? Wie hat sich dein Interesse entwickelt, vertieft?
Mein Schwerpunkt im Studium liegt beim Szenischen Raum. Mich fasziniert daran, dass dieses Fach so interdisziplinär und vielfältig ist. Es nutzt die Möglichkeiten unterschiedlicher Disziplinen aus Film, Kunst, Theater, Literatur, Grafik, Performance, Sound… Ich verstehe es als eine ganzheitliche Erweiterung des Bühnenbilds, auch um den Menschen auf einer sinnlichen, emotionalen und atmosphärischen Ebene erreichen zu können.
Zudem sehe ich darin die Möglichkeit meine künstlerisch-gestalterisch-experimentellen Interessen anwenden und erweitern zu können.

Was war das Besondere am Studium an der TU Berlin? Was hat es bedeutet neben dem Studium in eine kulturellen Metropole wie Berlin zu leben?
Das Besondere am Studium war der intensive Praxisbezug, die Internationalität der Studenten und das breitgefächerte vielfältige Angebot an Wahlfächern, Workshops und Vorträgen. Zudem hatten wir großzügige Ateliers, die wir Tag und Nacht nutzen konnten, es herrschte eine aufgeschlossene, anregende und kommunikative Atmosphäre zwischen Dozenten und Studenten. Des Weiteren fand ich es auch spannend, Dozenten zu haben, die alle aus der Praxis kamen, eine Menge an Wissen zu vermitteln hatten, Anregungen und Impulse gaben sowie die Möglichkeit, durch sie neue Kontakte zu knüpfen.
Super ist natürlich auch, dass Berlin eine kreative, innovative, anregende und vielfältige Metropole ist, die so viele kulturelle Möglichkeiten von Hoch- bis Subkultur bietet wie kaum eine andere Stadt und regelrecht dazu einlädt, selbst aktiv zu werden und sich einzubringen.

Welche Erinnerungen verbindest du mit dem Studiengang TU BBSR? Was hat dich besonders geprägt während des Studiums für dein späteres Berufsleben/deine Tätigkeit?
Besonders geprägt hat mich die intensive Beschäftigung mit dem Thema Wahrnehmung und Raum. Durch das Studium habe ich nochmals einen vollkommen neuen Bezug zu diesem Aspekt bekommen und achte bei meinen Konzepten und Entwurfsprozessen viel mehr auf diese Ebene. 2013 habe ich mit Videoperformance und Darstellendem Spiel begonnen, was mir nochmals völlig neue künstlerische Optionen eröffnet. Besonders die Komponenten Spiel- und Raumwahrnehmung geben die Möglichkeit den Raum auch körperlich spür- und begreifbar zu machen. Erst durch das „selber erfahren“ wird z.B. die Positionierung der Figuren im Raum in ihrer Sinnhaftigkeit deutlich. Diese Erfahrungen haben mich dazu angeregt, Workshopkonzepte mit den Themen Raumerfahrung, Kreativität und Partizipation zu entwickeln, da ich dort einen hohen Bedarf bei meinen StudentInnen festgestellt habe.
Besonders in Erinnerung ist mir zudem auch die lebendige und internationale Atmosphäre untereinander. Da waren die zwei Griechinnen, eine Belgierin, eine Brasilianerin und ein Schweizer die natürlich alle diese kreative, lebendige Atmosphäre mitgeprägt haben und sich mit ihrem kulturellen Hintergrund voll einbrachten, was das Ganze noch spannender machte.

Welche Tipps würdest du jemandem geben, der als freischaffende*r Szenograf*in erfolgreich werden möchte?
So viele Kontakte wie möglich zu knüpfen und keine Scheu davor zu haben Menschen anzusprechen. Zudem finde ich es wichtig auf Kolloquien zu gehen, um neue Trends, aktuelle Entwicklungen und Diskussionen mitzubekommen und im Austausch mit Kollegen zu sein, an den Theatertagen teilzunehmen und jede Gelegenheit zum Netzwerken zu nutzen.

Gibt es etwas, das du heute anders machen würdest?
Ich würde das Studium früher machen. Da ist die Chance in einen anderen Arbeitsbereich zu kommen noch um einiges größer als wenn man die 45 schon überschritten hat.

www.caecilia-gernand.de

© alle Fotos Cäcilia Gernand – Bild 1: Cäcilia Gernand, Bild 2-3: Report Mainz (ARD), Bild 4-5: Krieger und Liebhaber (Studio Hamburg Produktion), © Andrea Enderlein Bild 6: Ein Fall für Zwei (ZDF)

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