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Archive for category: Projekt

Der Frieden

 

Im Rahmen des Realisierungswettbewerbes in der bereits vierten Zusammenarbeit mit dem Theater Chemnitz wurden im Sommersemester 2019 Konzeptideen für Bühnenraum und Kostüme für die Schauspielproduktion ,,Der Frieden” von Peter Hacks entwickelt. Unter der Leitung von Prof. Frank Hänig und in enger Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen Regisseur Branko Janack und der Dramaturgin Kathrin Brune erarbeiteten Studierende mehrere Entwürfe und die Bühnen- und Kostümbildentwürfe von Jan Klammer und Una Jankov wurden ausgewählt.

In Griechenland herrscht schon so lange Krieg, dass sich niemand mehr an seine Ursachen erinnern kann. Da schwingt sich der Bauer Trygaios auf einen Mistkäfer, den Olymp zu erklimmen, und befreit die Friedensgöttin. Doch damit sind längst nicht alle glücklich… Der Frieden ist eine Komödie von Aristophanes. Sie erhielt 421 v. Chr. den zweiten Preis bei den Dionysien. Peter Hacks überarbeitete das Schauspiel 1962.

Premiere ist am 27. 09. 2019 im Ostflügel des Theater Chemnitz.

Bühne: Jan Klammer (2. Semester, TU Bühnenbild_Szenischer Raum)
Kostüme: Una Jankov (2. Semester, TU Bühnenbild_Szenischer Raum)
Dozent/Mentor: Prof. Frank Hänig (TU Berlin)
Regie: Branko Janack

Tickets und weitere Informationen gibt es hier.

(c) Nasser Hashemi

Positions – Masterausstellung 2019

Herzliche Einladung zu unserer diesjährigen Masterausstellung. Mit dem Titel Positions verweisen wir auf die unterschiedlichen künstlerischen Positionen und die Ortsbezogenheit der 12 Abschlussarbeiten. Zu sehen sind Installationen und freie Arbeiten aus den Bereichen Szenografie, Video und Bühne.

Opening:
Freitag, 12. Juli 2019, ab 19 Uhr
im Anschluss Party – open end

Ausstellung:
Samstag, 13. Juli 2019, 13 bis 18 Uhr

Adresse:
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, Hof 3,
Treppe H, 4. Etage

Dozent*innen: Prof. Kerstin Laube, Prof. Albert Lang, Heiko Kalmbach, Tom Duncan, Christina Mrosek, Steffi Wurster, Andreas Voigt
Absolvent*innen: Svenja Stannat, Suriya Poieam, Oliver Burkhardt,
Alejandra Alarcón, Marco Michelle, Mara Barnabò, Maksim Chernykh, Kuan-Jung Lai, Katsiaryna Filist, Julius Kirchner, Amina Nouns, Lena Tiffert, Hsin-Ying Ho, Linda Rodenheber
Ausstellungskoordination: Maria Dannecker

Link zur Facebook-Veranstaltung

MODELLBAUSEMINAR – MIKROWOHNEN

MODELLBAUSEMINAR – MIKROWOHNEN

Die kleinste barrierefreie Wohnung – Wie sieht sie aus und was kostet sie?
Das Modell als Kommunikationsmittel: Diesen Sommer widmen wir uns dem Entwurf der kleinstmöglichen, barrierefreien Wohnung anhand von Modellen.

Zeitraum: 22. Juli – 02. August 2019, täglich 10 – 18 Uhr
DozentInnen: Annette Müller, Robert Niemann, Stine Kolbert (fachlich verantwortlich für Kostenkalkulation, FG Bauökonomie, TU Berlin)
Anmeldefrist: bis 10. Juli 2019 per Mail an info@modellunddesign.de
Studiengänge: vorzugsweise Architektur, Stadt- und Regionalplanung, Bauingenieurwesen
Credits: Wahlfach Modellbau 6 ECTS, mögliche Weiterbearbeitung als WP Bauökonomie (Kurs Kostenkalkulation)
Ort: TU Berlin (am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum), Ackerstrasse 76, 13355 Berlin

Das Modell als Kommunikationsmittel
Modell+Design bietet Studierenden die Möglichkeit, sich vertieft mit Modellgestaltung und deren Umsetzung auseinanderzusetzen. Anhand von Modellen werden Ideen sichtbar: Entwurf und Handwerk, Theorie und Praxis werden zusammen bearbeitet. Die Modelle nehmen eine klare gestalterische Position ein und kommunizieren das Gedachte für Fachinterne wie Fachfremde gleichermaßen. Fragen nach Abstraktion, Reduktion, Materialität, Stofflichkeit, Konstruktion und technischer Umsetzung werden immer am Modell beantwortet.

Ziel der Lehrveranstaltung ist die Entwicklung intelligenter Lösungen für barrierefrei (ggf. auch rollstuhlgerecht) nutzbare, kleinstmögliche Wohneinheiten. Je nach Entwurfsidee kann dies in unterschiedlichen Maßstäben geschehen: Beginnend mit der gesamten baulichen Anlage (vom öffentlichen zum privaten Bereich) über die Grundrissgestaltung bis hin zur 1:1 Detaillösung. Gemeinsam werden wir entscheiden, welche Modellform die entwickelten Ideen bestmöglich kommuniziert, wobei Barrierefreiheit selbstverständlicher Teil der Entwurfsaufgabe sein wird.

 

 

100 Jahre Friedrichstadtpalast

Das 100-jährige Bühnenjubiläum des Friedrichstadt-Palastes (ehemals Großes Schauspielhaus) soll in einer Veranstaltungsreihe in der Spielzeit 2019/2020 und darüber hinaus ein möglichst breites Bild der vergangenen 100 Jahre geben. Ziel ist es, Fenster zu öffnen, durch die Geschichte und Geschichten des Theaters, seines Umfeldes und seiner Kunst erfahrbar werden. Dabei soll der Palast nicht nur im Gestern erscheinen, sondern im Heute und auf seinem Weg in die Zukunft. Unter der Leitung des Dozenten Johann Jörg werden thematische Konzeptionen und die Gestaltung eines Parcours im Sinne einer urbanen Inszenierung, eines „Roten Fadens“ vom ehemaligen Standort des “Großes Schauspielhaus” (Am Zirkus 1) zum Friedrichstadt-Palast entwickelt. Die historische Verbindung beider Standorte soll mit 4 bis 5 urbanen Interventionen und Stationen sichtbar gemacht werden.

Studierende: Takayoshi Goto, Cecilia Nercasseau Gibson, Tabata Schröder, Martin Siemann, Anna Syrianou, Carina Wolf, Junghee Yoon

IM/MATERIAL THEATRE SPACES!

IM/MATERIAL THEATRE SPACES!

Workshop for cultural heritage – connecting past and future visions of theatre architecture

Zeitraum: 28. März – 12. April 2019, am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin
DozentInnen: Pablo Dornhege, Franziska Ritter mit Prof. Bri Newesely (Beuth HS) und Hubert Eckart (DTHG)
Anmeldefrist für Studierende bis 31. Januar 2019. Teilnehmerzahl begrenzt.

Dieser zwölftägige Workshop zielt auf die Konzeption von Vermittlungsstrategien für historische und zukünftige Theaterarchitekturen sowie deren digitale Umsetzung in physischen, augmentierten und virtuellen Räumen.

Virtual und Augmented Reality (VR/AR) sind keine technologischen Modeerscheinungen, sondern werden unsere Medienlandschaft dauerhaft verändern. Sie eröffnen neue Wege für das Erleben von Inhalten in räumlichen Systemen, sie schaffen neue Zugänge und Vermittlungsebenen. Dabei müssen beide Technologien als eigenständige Medien mit jeweils anderen Mechanismen, visuellen Sprachen und formalen Notwendigkeiten begriffen werden.

Aus Anlass des europäischen Kulturerbejahres „Sharing Heritage“ widmen wir uns der Frage, welche Potenziale digitale Werkzeuge wie VR und AR im musealen und theatralen Kontext erzeugen können und wie die Zugänglichkeit zu im/materiellen „Theater-Objekten“ verbessert werden kann. Zwei konkrete Berliner Theater stehen dabei im Zentrum der Untersuchung. Zum einen: das nicht mehr existierende Große Schauspielhaus von Architekt Hans Poelzig, dessen 100jähriger Geburtstag 2019 gefeiert wird. Historische museale Objekte in Sammlungen und Theaterarchiven wie z. B. Zeichnungen, Fotos, Modelle, Audiospuren erzählen uns heute von expressionistischer Architektur und visionären Regiekonzepten, mithilfe von VR sollen diese zum Leben erweckt werden. Zum anderen: das existierende Gebäude der Komischen Oper Berlin, das sich demnächst, wie viele Theater derzeit, in Umbau- und Sanierungsprozessen befindet. Aktuelle Themen, aber vor allem zukünftige Visionen sollen hier mithilfe von Augmented Reality für Fachpublikum als Planungshilfe oder auch vor Ort für den Besucher erfahrbar gemacht werden.

In sechs interdisziplinären Teams entstehen für diese beiden Anwendungsfälle unter Leitung der Dozenten Pablo Dornhege und Franziska Ritter verschiedene konzeptionelle Ideen und deren prototypische Realisierungen für digitale und interaktive Vermittlungsangebote in VR und AR. Der Workshop vermittelt, wie virtuelle und augmentierte Realität zur Erstellung von Erzählräumen verwendet werden kann. Die TeilnehmerInnen lernen, mithilfe der Software Unity ein interaktives VR/AR-Erlebnis zu erstellen. Es sind keine Vorkenntnisse in der 3D-Modellierung oder Programmierung erforderlich. Die Ergebnisse werden in einer zweiten Phase weiter ausgearbeitet und sollen im Anschluss auf Tagungen und Kongressen im internationalen Kontext präsentiert werden (z.B. Quadriennale Prag, Stage Set Scenery Berlin). Eine weitere Zusammenarbeit ist dabei ausdrücklich erwünscht.

Impulse geben Gastvorträge (u.a. Cyberräuber) sowie Exkursionen zu Best Practice Beispielen in Berlin (u.a. Virtuelles Konzerthaus Berlin), sowie Führungen zur Komischen Oper Berlin, der Theatersammlung des Stadtmuseums Berlin und dem Architekturmuseum der TU Berlin.

Dieser Workshop richtet sich an Studierende aus raum- oder theaterbezogenen Studiengängen, wie z. B.
 Architektur, Szenografie, Ausstellungsdesign, Bühnenbild, Bühnentechnik, Kunst-, Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft, Museumskunde, Kommunikationsdesign, Kunst im Kontext.

Schirmherrin für den Workshop ist die DTHG (Deutsche Theatertechnische Gesellschaft e.V.) im Rahmen des Projektes  „Theatre Landscape“, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien – im Europäischen Kulturerbe-Jahr „Sharing Heritage“.

Dozenten

Pablo Dornhege erforscht, entwickelt und gestaltet im Rahmen seines Designstudios 105106 reale und virtuelle Narrative Räume. Während seines Studiums an der Universität der Künste Berlin befasste er sich schwerpunktmäßig mit Ausstellungsdesign und digitalen/analogen Raumsystemen. Nach dem Studium gründete er 2006 gemeinsam mit Kommilitonen die Gestaltergruppe “Laborrotwang”. Neben seiner Arbeit als Gestalter und seiner Forschungstätigkeit, lehrt er unter anderem an der UdK Berlin, wo er von 2017 bis 2018 Gastprofessor für den Bereich Ausstellungsdesign war.
http://virtualspatialsystems.com

Franziska Ritter
ist Szenografin und studierte Architektur an der TU Berlin (Diplom) sowie Film und Fotografie an der University of North London. Sie ist Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin. Von 2016 bis 2018 leitete Franziska Ritter das DFG-Projekt zur Digitalisierung der Theaterbausammlung der TU Berlin mit dem Architekturmuseum und der Beuth Hochschule Berlin. Sie ist Lehrbeauftragte für Ausstellungsgestaltung, Szenografie und Theaterbau an verschiedenen Hochschulen und Fachbereichen, u.a. Fotografie an der Design Akademie Berlin, Theatertechnik Beuth HS Berlin, Bologna.Lab HU Berlin, Interior Design CREAD Lyon Frankreich.

Ort: TU Berlin (am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum), Ackerstrasse 76, 13355 Berlin


Teilnehmerzahl
ist begrenzt:  18
Unterrichtssprache: englisch (Feedback in deutscher Sprache möglich)
Benötigte Hard- & Software: Mac oder PC Notebook, sollte nicht älter als 3 Jahre sein. (VR + AR Brillen werden gestellt)
3-Tasten-Maus (Touchpad, Zeichentablets und Apple-Mäuse eignen sich nicht für die Arbeit in Unity)
Unity 3D Personal – kostenlose Accounts erhältlich unter: https://store.unity.com/

Kurzbewerbung:
bis 31. Januar 2019 per Email an franziska.ritter@tu-berlin.de
Motivation und Kurzlebenslauf, falls vorhanden: Portfolio mit Arbeitsproben aus den relevanten Bereichen (keine Vorkenntnis in VR / AR nötig). Die Bekanntgabe der TeilnehmerInnen erfolgt am 5. Februar 2019

Credits: Anerkennung als Studienleistung (6 Leistungspunkte) möglich

Download: Handout Druckversion

Kontakt / Rückfragen
franziska.ritter@tu-berlin.de
http://heritage.dthg.de/

MUSEUMSPAVILLON & WISSENSPFADE

MUSEUMSPAVILLON & WISSENSPFADE

Entwicklung von Ideen und Konzepten. Eine Kooperation mit dem Präsidium der TU Berlin.

Zeitraum: 4. März – 15. März 2019, täglich 10 – 18 Uhr
DozentInnen: Dipl.-Ing. Annette Müller, Dipl.-Ing. Robert Niemann mit Prof. Loidl-Reisch
Anmeldefrist: 18. Februar 2019, per Mail an: info@modellunddesign.de
Studiengänge: vorzugsweise Architektur, Landschaftsarchitektur
Credits: Wahlfach, 6 ECTS
Ort: TU Berlin (am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum), Ackerstrasse 76, 13355 Berlin

Das Modell als Kommunikationsmittel
Modell+Design bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich vertieft mit Modellgestaltung und Umsetzung auseinanderzusetzen. Anhand von Modellen werden Ideen sichtbar: Entwurf und Handwerk, Theorie und Praxis werden zusammen bearbeitet. Die Modelle nehmen eine klare gestalterische Position ein und kommunizieren das Gedachte für Fachinterne, wie Fachfremde gleichermaßen. Fragen nach Abstraktion, Reduktion, Materialität, Stofflichkeit, Konstruktion und technischer Umsetzung werden immer am Modell beantwortet.

Das Thema
In den kommenden Jahren stehen der TU Berlin die Mittel zur Verfügung, die eine Neustrukturierung des Campusgeländes hinter dem Hauptgebäude zulassen. Dabei sollen folgende Teilbereiche Berücksichtigung finden:

  • Realisierung des zweiten Teilabschnitts der Hertzallee
  • Bau eines Museums-Pavillons für Wechselausstellungen und für die Mineralogische Sammlung, die zu den 5. größten und mineralogisch bedeutendsten Sammlungen Deutschlands gehört
  • Entwicklung touristischer Wissenspfade zur Öffnung des Campus für regionale, nationale und internationale Besucher/innen

Im Rahmen dieses Kompaktseminars werden Studierende der Architektur und der Landschaftsarchitektur gemeinsam verschiedene gestalterische Szenarien entwickeln, die als Diskussionsgrundlage für weitere Planungen zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist die Entwicklung von Entwurfsideen die die Teilprojekte Hertzallee, Museums-Pavillon und Wissenspfade konzeptionell, thematisch und gestalterisch in eine schlüssige Gesamtkonzeption einbinden. Die Studierenden präsentieren Ihre Konzepte in Form von Modellen. Dabei können, je nach Konzept, Modelle des gesamten Bearbeitungsgebietes oder Detailmodelle entstehen. Die dreidimensionalen Ergebnisse dieses Modellbauseminars werden einen grundlegenden Beitrag zur Konzeptfindung beitragen.

DownloadSeminarankündigung MUSEUMS-PAVILLON + WISSENSPFADE 04.03-15.03.2019

Premiere: Die vier Himmelsrichtungen

Unter Leitung von Norman Heinrich erarbeiteten die Studierenden jeweils einen Bühnenraum und Kostüme für Roman Schimmelpfennigs Stück. Die Bühnen- und Kostümbildentwürfe von Marco Michelle und Amina Nouns wurden ausgewählt und werden nun für das Studio Ostflügel des Schauspielhauses Theater Chemnitz umgesetzt.

Premiere:  Fr, 21. September 2017 um 20 Uhr, Ostflügel Theater Chemnitz

Weitere Vorstellungen am 28. November sowie am 7. und 29. Dezember 2018!

https://www.theater-chemnitz.de/spielplan/repertoire/infos/die-vier-himmelsrichtungen/

Regie: Ulrike Sorge
Dramaturgie: Kathrin Brune / Friederike Spindler
Bühne: Marco Michelle
Kostüme: Amina Nouns

Vier Menschen treffen scheinbar zufällig aufeinander. Ein Mann aus dem Norden verunglückt mit seinem LKW und verliert eine ganze Ladung Modellierballons im Straßengraben. Ein zweiter, von Süden kommend, hofft mit ihnen auf eine bessere Zukunft. Beide verlieben sich in die gleiche Frau, eine Kellnerin mit Locken wie Schlangenhaaren, die der Wind aus dem Westen zu ihnen getragen hat. Mit einem Mal hat das Schicksal ihre Lebenswege untrennbar miteinander verbunden. Einer wird am Ende des Tages nicht mehr leben. Doch das weiß nur Madame Oiseau, die Wahrsagerin, die einst mit Schnee und Eis aus dem Osten kam.

Roland Schimmelpfennig (*1967) zählt zu den erfolgreichsten und meistgespielten Gegenwartsautoren. Wie in einem Puzzlespiel verschachtelt er Sehnsüchte und Ängste seiner Figuren, lässt sie in Monologen kreiselnd aufeinanderprallen und entfaltet einen poetischen Sog, der auf essentielle Themen und Fragestellungen unserer Zeit zielt.

Fotos: Dieter Wuschanski

Beiderseits der Oder: 7. September bis 20. Januar 2019

Beiderseits der Oder – Geschichtsraum Grenzraum Begegnungsraum

Angesichts aktueller Diskussionen um eine europäische Haltung zu Flucht und Vertreibung versucht die Ausstellung, Antworten darauf zu finden, wie aus der Fremde eine Heimat wird, und wie dort neue kulturelle Identitäten entstehen.

»Beiderseits der Oder« ist keine klassische Ausstellung, sondern eine dokumentarisch-künstlerische Rauminszenierung. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die beiderseits des Grenzflusses Oder in einer Region leben, die zu zwei Staaten gehört: als Ziemia Lubuska zur Republik Polen und als Märkisch Oderland in Brandenburg zur Bundesrepublik Deutschland. In einer Region, die heute beispielhaft für die europäische Erinnerungsgeschichte ist.

Zur Vorbereitung der Ausstellung ging 2018 ein Team des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) gemeinsam mit Studierenden des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der Technischen Universität Berlin auf Spurensuche beiderseits der Oder. Sie trafen Menschen aus Polen und Deutschland, deren Lebens- und Familiengeschichten geprägt sind durch Flucht, Vertreibung oder Umsiedlung während des Zweiten Weltkriegs bzw. nach der Spaltung Europas in der Nachkriegszeit. Die Gesprächspartner berichteten, wie die Heimat der Vorfahren nur in familiären Erinnerungen weiter besteht, wie das neue Zuhause als Ort des Geborgen- seins gelebt wird, und wie sie sich dem gemeinsamen kulturellen Erbe und damit auch den Nachbarn jenseits der Oder öffnen.

Mit dem vor Ort zusammengetragenen Material gestalteten die Studierenden aus Deutschland, Italien, Thailand und Weißrussland unter Leitung von Prof. Kerstin Laube eine experimentelle, mediale Szenografie für die Ausstellung. Ergänzendes Interviewmaterial steuerte der Schauspieler, Filmemacher und Theaterregisseur Tobias Lenel bei, der 2013/14 mit polnischen und deutschen Schüler*innen auf Recherchereise entlang der Oder unterwegs war.

Die Komposition aus historischen und aktuellen Bildern, Audio- und Videosequenzen sowie die speziell für die Ausstellung geschaffenen künstlerischen Installationen nehmen den Besucher mit auf eine assoziative Reise durch die Welt beiderseits der Oder. Die subjektiven Erinnerungen von Zeitzeugen und Nachgeborenen bleiben unkommentiert, zugleich wird der historische Hintergrund durch Karten, Bilder und Texte anschaulich gemacht.

Die Ausstellung entstand in Partnerschaft mit dem Muzeum Ziemi Lubuskiej (Museum des Lebuser Landes) in Zielona Góra, dem Muzeum Lubuskie im. Jana Dekerta (Lebuser Museum Jan Deckert) in Gorzów Wielkopolski, dem Gubiński Dom Kultury (Gubiner Kulturhaus), Oderläufe e.V. und dem Bildungs- und Begegnungszentrum Schloß Trebnitz e.V. sowie mit freundlicher Beratung des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften/Centrum Badań Historycznych Polskiej Akademii Nauk w Berlinie.

 

Kuratoren (HPBG): Julia Bork, Thomas Wernicke

Ausstellungsszenografie: Svenja Stannat und Suriya Poieam

Projektleitung/Mentorin: Prof. Kerstin Laube
Co-Mentor/Video: Heiko Kalmbach
Koordinatorin: Maria Dannecker

Studierende: Mara Barnabò, Anja Dietz, Katsiaryna Filist, Julius Kirchner, Suriya Poieam, Svenja Stannat, Lena Tiffert, Greta Wolf-Rosenbaum

Eröffnung: 6. September, 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 7. September 2018 bis 20. Januar 2019

Besucheradresse:
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Kutschstall
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
Fotos: © TU Bühnenbild_Szenischer Raum, Svenja Stannat

STANDARD – Bauhausfest Dessau 2018

Zum diesjährigen Bauhausfest 2018 mit dem Titel „Gelb gewinkelt“ haben unsere Studierenden zum Jahresthema „STANDARD“ erneut szenografische Spielräume, Installationen und Performances konzipiert. Als interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit der Stiftung Bauhaus Dessau wurden ebenso Synergien mit dem Studiengängen Architektur und Urban Design der TU Berlin, dem Studiengang für Zeitgenössisches Puppenspiel der HfS Ernst Busch Berlin und dem Studiengang Choreographie des Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) ausgetauscht. In interdisziplinären Teams wurden acht Projekte im Spannungsfeld von Material, Raum und Körper und in der Auseinandersetzung mit dem Thema Standard entwickelt und realisiert.

Die Projekte des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum ausführlich im Überblick auf unserer Projektseite.

Dozentinnen: Claudia Rohner und Franziska Ritter
in Kooperation mit Prof. Ingo Reulecke (HZT) und Prof. Astrid Griesbach (HfS Berlin)

(c) Fotos: Franziska Ritter, Marie-Louise Leeck

Lange Weile

oder auf der Suche nach der leeren Zeit

Im eindrucksvollen LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen in Nordrhein Westfalen findet diesen Sommer eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Langeweile statt. Studierende des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum haben sich der leeren Zeit verschrieben. Es erwarten uns ein sprechender Hochofen, ein Labyrinth für sommerliche Entschleunigung, eine avantgardistische Tanzperformance und eine Licht/Sound-Installation in den Tiefen der gewaltigen Gebläsehalle.

Vernissage 15.07.2018 um 11:00 Uhr

LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Henrichshütte Hattingen, Werksstr. 25, 45527 Hattingen

Studierende: Takaya Kobayashi, Victor Treushchenko-Bernhardt, Anne-Laure Jullian de la Fuente,  Maike Häber, Ting-Yi Lin (Masterstudierende), Amina Nouns,  Julius Kirchner (2. Semester)

Mentoren: Johann Jörg, Prof. Kerstin Laube

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