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Archive for category: Projekt

STANDARD – Bauhausfest Dessau 2018

Zum diesjährigen Bauhausfest 2018 mit dem Titel „Gelb gewinkelt“ entwerfen und realisieren unsere Studierenden zum Jahresthema „STANDARD“ erneut szenografische Spielräume, Installationen und Performances.

Das Bauhausfest findet am 31. August und 1. September 2018 am Bauhaus Dessau statt.
…weitere Informationen

Als interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit der Stiftung Bauhaus Dessau werden ebenso Synergien mit dem Studiengang Architektur der TU Berlin, Urban Design der TU Berlin, dem Studiengang für Zeitgenössisches Puppenspiel der HfS Ernst Busch Berlin und dem Studiengang Choreographie des Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) ausgetauscht.

Feste haben seit den 1920er Jahren am Bauhaus eine große Tradition. Durch Inszenierungen mit Reden, Bühnen-Auftritten, Stehgreifspielen, Musik, Verkleidung sowie Licht- und Rauminstallationen wurde ein Austausch zwischen den Bauhäuslern und der Weimarer bzw. Dessauer Bevölkerung geschaffen. Am historischen Bauhaus wurden einerseits Standards gesetzt die unter anderem an den Festen künstlerisch durchbrochen wurden – die Normen sollten gesprengt werden! Hier knüpft das Bauhausfest 2018 an das Jahresthema „Standards“ an und inszeniert Spielräume, die sich den Gästen als verschiedene Facetten des Themas öffnen und einladen, Teil der Inszenierung zu werden. Das Fest wird die Standards aufbrechen – durch Verstärkung, Kompression, Erweiterung, Abweichung. Die Grundfarbe Gelb steht dabei für Expansion, das Auflösen von Grenzen und gegen feste Formen.

Projekte:

  • Temple of Sun
    Konzeption & Szenografie: Alejandra Alarcón, Hsin-Ying Ho (TU Berlin)
    Performance: Maria Rutanen, Marie Baumgarten, Jasminka Stenz (HZT Berlin)
  • Narcissus
    Konzeption & Szenografie: Lisa Violetta Thürer und Marie-Louise Leeck (beide TU Berlin)
    Performance: Jasminka Stenz (HZT Berlin), Lisa Violetta Thürer und Marie-Louise Leeck
  • Notation
    Idee & Umsetzung: Linda Rodenheber (TU Berlin), Dina Sennhauser (HZT Berlin)
  • StandART
    Idee & Szenografie: Mila Jovic (TU Berlin)
    Performance:  Maria Rutanen, Marie Baumgarten (beide HZT Berlin)
  •  Labor der zukunftsorientierten Forschung zur Optimierung des Menschen
    Konzeption, Szenografie und Performance: Oliver Burkhardt (TU Berlin) und Maria Dietze (HfS Berlin Puppenspiel)
  • Bubble
    Konzeption und Performance: Malte Hirsbrunner (TU Berlin) und Michiyasu Furutani (HZT Berlin)

Dozentinnen: Claudia Rohner und Franziska Ritter
in Kooperation mit Prof. Ingo Reulecke (HZT) und Prof. Astrid Griesbach (HfS Berlin)

(c) Fotos: Franziska Ritter

Masterausstellung IT`S ALL ABOUT

Unsere Masterausstellung findet dieses Jahr am 20. und 21. Juli im Rahmen von IT`S ALL ABOUT – der Ausstellung des Institutes für Architektur (IfA) der TU Berlin – statt!

Eröffnung: Freitag, 20. Juli 2018, 17 Uhr, ab 22 Uhr Sommerfest
Facebook-Event
Öffnungszeiten:
Freitag, 20. Juli 2018, 15–22 Uhr
Samstag, 21. Juli 2018, 12–20 Uhr

Adresse/Anfahrt: Institut für Architektur der TU Berlin, Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin
U-Bahn: U2 Ernst-Reuter-Platz | Bus: 245 Marchstraße / M45 Ernst-Reuter-Platz

Zu sehen sind 15 Masterarbeiten zu folgenden Projekten:

  • “Beiderseits der Oder” Ausstellungsszenografie in Kooperation mit dem Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte Potsdam (Realisierungsprojekt)
    Betreuung Prof. Kerstin Laube
  • „Preussenmuseum Minden” – Neugestaltung der ständigen Ausstellung in Kooperation mit dem LWL (Landesverband Westfalen Lippe), Minden (Realisierungsprojekt)
    Betreuung Johann Jörg
  • „Langeweile“  Szenografie_Installation_Performance – Ausstellung in Kooperation mit dem LWL Industriemuseum Hattingen (Realisierungsprojekt)
    Betreuung Johann Jörg
  • “Verlorene Liebesmühe” von William Shakespeare, Bühne und Kostüm in Kooperation mit der Shakepeare Company Berlin (Realisierungsprojekt)
    Betreuung Prof. Kerstin Laube
  • “Don Karlos” von Friedrich Schiller, Bühnen- und Kostümentwürfe
    Betreuung Frank Hänig
  • “Interdisziplinäres Raumlabor”, freie installative Arbeiten
    Betreuung Prof. Albert Lang

Studierende: Paulina Barreiro, Carla Satoca Berges, Jakob Blazejczak, Anja Dietz, Nadja Sofie Eller, Francesca Ercoli, Mona Glaß, Maike Häber, Anne-Laure Jullian de la Fuente, Lukas Kesler, Takaya Kobayashi, Ting-Yi Lin, Janina Sieber, Victor Treushchenko-Bernhardt, Greta Wolf-Rosenbaum

Ausstellungskoordination: Franziska Ritter

Die Ausstellung wird geschäftsführenden Direktor des Instituts für Architektur, Prof. Jörg Gleiter, eröffnet. Danach findet ein gemeinsamer Rundgang mit allen Professorinnen und Professoren durch die Ausstellung statt, welcher um 19.30 Uhr mit einem Sektempfang endet. Am Abend des 20. Juli findet wie jedes Jahr auch das Sommerfest statt, welches uns die Chance bietet, in einem ungezwungenen Rahmen über Architektur, Bühne und Szenische Räume diskutieren zu können und das Semester informell ausklingen zu lassen.

it’s all about THEORY. it’s all about MEDIA. it’s all about CONSEQUENCE. it’s all about CONCEPT. it’s all about SPACE. it’s all about TRYING. it’s all about FEASABILITY. it’s all about FREEDOM. it’s all about FANCY. it’s all about MASS. it’s all about SOCIAL NEEDS. it’s all about PARTICIPATION. it’s all about HEALTH. it’s all about FUTURE. it’s all about TECHNICS. it’s all about EXISTING. it’s all about SUISTAINABILITY. it’s all about CONSTRUCTION. it’s all about TYPOLOGY. it’s all about PLAYING.

various opinions.
various concepts.
various truths.
it’s all about _

Premiere: Departures/Arrivals

Departures/Arrivals is about migration, talking about a specific type of migrants: the young women who voluntarily choose to move, to find another life, to shape a destiny for themselves. Migrating in the Internet era makes it impossible to have a clean cut with your former life. You are in a new place but with a heavy baggage that puts at risk the integration in your new reality.

Regie: Alessandra Giuriola, Michele De Vita Conti
Bühne und Kostüm: Paulina Barreiro (Masterstudierende)
Betreuung / Mentorin: Prof. Albert Lang

Premiere: So, 10. Juni 2018 um 21 Uhr
Ort: ACUD Theater, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin
Ticketshttps://www.performingarts-festival.de/en/2018/schedule-of-programming/productions/departures_arrivals_1047/
Preis: 12 €, ermäßigt 8 €

Foto ©: Paulina Berreiro

Premiere: Verlorene Liebesmühe

Es ist was faul im Staate Navarra? Da braucht es eine neue Ordnung! Ferdinand, König des Landes beschließt, mit seinen Gefährten für drei Jahre zu fasten, zu studieren und auf Frauen zu verzichten. Kaum haben die Herren dies per Eid beschworen, kommt die Prinzessin von Frankreich mit ihren Hofdamen zu Besuch…

Für die neue Inszenierung der romantischen Komödie arbeitet die Shakespeare Company Berlin wie gewohnt mit Live Musik, rasanten Rollenwechseln und ungezähmter Spielfreude. Die poetisch moderne Übersetzung von Christian Leonard lässt Shakespeares Jahrhunderte alten Wortwitz ganz heutig erscheinen und zeigt auf, wie fehlbar und verletzlich wir alle sind, wenn wir uns verlieben.

Regie: Jens Schmidl
Bühne und Kostüm: Carla Santocca Berges und Francesca Ercoli (Masterstudierende)
Betreuung / Mentorin: Prof. Kerstin Laube

Fotos © Shakespeare Company

Premiere: Di, 12. Juni 2018 um 20 Uhr
Ort: NATUR-PARK Schöneberger Südgelände Freilichtbühne am Wasserturm Zugang nur durch die S-Bahnhof-Unterführung direkt in den Natur-Park zur Freilichtbühne am Wasserturm

Ticket-Telefon: 030 21 75 30 35  oder per Email: info@shakespeare-company.de

http://www.shakespeare-company.de

Theaterclubs Paderborn 2018

Wir gratulieren unseren Studierenden des 1. Semesters, deren Entwürfe für die Realisierung am Theater Paderborn ausgewählt wurden. Bereits zum 5. Mal kooperiert der Studiengang mit dem Theater Paderborn . Unter Leitung von Prof. Kerstin Laube haben die Studierenden in diesem Semester Bühnenraum- und Kostüm-Konzepte für die theaterpädagogischen „Projektclubs“ für zwei zeitgenössische Stücke entworfen: “Kreuzweg” (Anna & Dietrich Brüggemann) und “Auerhaus” (Bov Bjerg) werden Mitte des Jahres Premiere feiern.

“Auerhaus” erzählt von der Utopie von Gemeinschaft und vom heftigen Augenblick des Erwachsenwerdens, in dem das Leben für sechs Jugendlichen an die Tür klopft. Amina Nouns hat hierfür einen materialreichen Spielraum entworfen, indem die Darsteller sich einrichten und konkrete Szenen immer wieder selbst bauen. Die zeitgenössischen Kostüme von Oliver Burkhardt charakterisieren die Individualität der Figuren.
“Kreuzweg” ist ein Stationendrama in 14 Bildern: Im Zentrum steht die 14-jährige Maria, zerissen zwischen strengem katholischen Glauben und ihrer Realität als Teenager. Mara Barnabó hat dazu einen mehrschichtigen transluzenten Grundraum über Gazewände geschaffen, in dem Spielszenen durch unterschiedliche Aufstellung des Mobiliars und extreme Lichtstimmungen kontrastiert werden.
Lena Tiffert unterstützt durch ein helles, fast farbloses aber über Gruppen stark ausdifferenziertes Kostümkonzept die entrückte unnahbare Atmosphäre.

Die Realisierungen erfolgen ab Anfang März bis Ende Juni 2018 in enger Zusammenarbeit mit den Regieteams und den Gewerken am Theater Paderborn.

“Auerhaus” (Bov Bjerg), Premiere: 16. Juni 2018
Regie: Marie Sophie Dudzic
Bühne: Amina Nouns
Kostüme: Oliver Burkhardt

“Kreuzweg” (Anna & Dietrich Brüggemann), Premiere: 29. Juni 2018
Regie: Steven Wadulla
Bühne: Mara Barnabó
Kostüme: Lena Tiffert

Fotos Auerhaus und Kreuzweg: © Theater Paderborn

Beiderseits der Oder: Ausstellungsgestaltung

In Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam:

Im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa“ und des Europäischen Kulturerbejahres 2018 „SHARING HERITAGE“ gestalten unsere Studierenden eine multimediale Ausstellung über die Region beiderseits der Oder. Dieser als Folge des Zweiten Weltkriegs entstandene gemeinsame erinnerungsgeschichtliche europäische Raum von Deutschen und Polen wird erzählt über Fotografien und Filme realer, topografischer Erinnerungsorte konfrontiert mit Fragen und Erinnerungsfragmenten, in denen individuelle und kollektive Narrative ihren Niederschlag finden. Auf der Grundlage von Dokumentationsmaterial, historischen Zeugnissen und Interviews entsteht ein immersiver Erinnerungsraum, der die Brüche und Kontinuitäten, Fremdheit und neu erworbene Vertrautheit, Geschichtsvergessenheit und neues Geschichtsinteresse erfahrbar macht.

Die Ausstellung entsteht in Partnerschaft mit dem Instytut Zachodni Poznań / West-Institut Posen und dem Muzeum Ziemi Lubuskiej w Zielonej Górze, Museum des Lebuser Landes Grünberg.

Die Ausstellung ist vom 7. September 2018 bis 20. Januar 2019 zu sehen.

Studierende: Mara Barnabò, Anja Dietz, Katharina Filist, Julius Kirchner, Suriya Poieam, Svenja Stannat, Lena Tiffert, Greta Wolf-Rosenbaum
Mentoren: Prof. Kerstin Laube, Heiko Kalmbach
Koordinatorin: Maria Dannecker

© Fotos: TU Bühnenbild_Szenischer Raum

Gelb gewinkelt! Bauhausfest Dessau 2018

Zum diesjährigen Bauhausfest 2018 mit dem Titel „Gelb gewinkelt“ entwerfen und realisieren unsere Studierenden zum Jahresthema „STANDARD“ erneut szenografische Spielräume, Installationen und Performances (Dozentinnen: Claudia Rohner und Franziska Ritter).

Als interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit der Stiftung Bauhaus Dessau werden ebenso Synergien mit dem Studiengang Architektur der TU Berlin, dem Studiengang für Zeitgenössisches Puppenspiel der HfS Ernst Busch Berlin und dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) ausgetauscht. Das Bauhausfest findet am 31. August und 1. September 2018 am Bauhaus Dessau statt.

Feste haben seit den 1920er Jahren am Bauhaus eine große Tradition. Durch Inszenierungen mit Reden, Bühnen-Auftritten, Stehgreifspielen, Musik, Verkleidung sowie Licht- und Rauminstallationen wurde ein Austausch zwischen den Bauhäuslern und der Weimarer bzw. Dessauer Bevölkerung geschaffen. Am historischen Bauhaus wurden einerseits Standards gesetzt die unter anderem an den Festen künstlerisch durchbrochen wurden – die Normen sollten gesprengt werden! Hier knüpft das Bauhausfest 2018 an das Jahresthema „Standards“ an und inszeniert Spielräume, die sich den Gästen als verschiedene Facetten des Themas öffnen und einladen, Teil der Inszenierung zu werden. Das Fest wird die Standards aufbrechen – durch Verstärkung, Kompression, Erweiterung, Abweichung. Die Grundfarbe Gelb steht dabei für Expansion, das Auflösen von Grenzen und gegen feste Formen.

TU-Studierende: Maria Alejandra Alarcón Bautista, Oliver Burkhardt, Hsin-Ying Ho, Linda Rodenheber

(c) Fotos: Franziska Ritter, Florian Kiehl

Theaterbausammlung der TU Berlin nun vollständig online verfügbar!

DFG-Projekt der TU Berlin und der Beuth Hochschule Berlin zur Erfassung und Digitalisierung von über 500 mitteleuropäischen Theaterbauten erreicht die Zielgerade.

Pünktlich zu Beginn des Europäischen Kulturerbe-Jahres 2018 geht die Theaterbausammlung der TU Berlin mit über 5000 Objekten online. Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierte Kooperationsprojekt zwischen der TU Berlin und der Beuth Hochschule hat sein Ziel – die Erschließung und Digitalisierung der Theaterbausammlung der TU Berlin – nach zwei Jahren erfolgreich erreicht.

Die Sammlung beherbergt gut erhaltene Archivalien aus dem Zeitraum 1939 bis 1969 zu mehr als 500 Theaterbauten schwerpunktmäßig in Deutschland, Österreich, Frankreich, Slowenien, Polen, Tschechische Republik und Russland. Die bildlichen Materialien – Grundrisse, Schnitte, Fotografien und Schriftdokumente – geben einen einzigartigen Überblick des Zustands mitteleuropäischer Kulturbauten in der Mitte des 20. Jahrhunderts: Einerseits bildet die Sammlung eine Bestandsaufnahme der visionären Entwicklungen der 20er und 30er Jahre, andererseits dokumentieren die Objekte sowohl Stagnation als auch Rückbau während des Dritten Reichs von 1933 bis 1945. Zugleich gibt die Sammlung wertvolle Einblicke in die Visionen des architektonischen Aufbruchs der Nachkriegsmoderne bis in die 60er und 70er Jahre.

Hauptaugenmerk der Sammlung ist ohne Zweifel das gut erhaltene Konvolut zum Handbuch „Das Deutsche Theater“ – ein groß angelegtes Publikationsprojekt, das Albert Speer in seiner Funktion als Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt 1939 in Auftrag gab. Bis 1943 wurden trotz der herrschenden Kriegssituation über 500 Theater des „Großdeutschen Reiches“ mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens sowie fotografisch und zeichnerisch erfasst. Zu einer Veröffentlichung kam es aber nicht. 319 dieser Mappen konnten über das Kriegsende hinweg gerettet werden und zeigen heute auf einzigartige Weise den Status Quo mitteleuropäischer Kulturbauten Mitte des 20. Jahrhunderts. Einen zweiten Schwerpunkt bildet der umfangreiche Fotonachlass des Theater-Architekten Gerhard Graubner. Neben Wettbewerbsentwürfen aus den 50er und 60er Jahren sind dort vor allem seine bekannten Nachkriegswerke wie das Schauspielhaus Bochum, das Schauspielhaus Wuppertal, der Umbau des Nationaltheaters München und viele andere seiner Theater-Bauten dokumentiert.

Im ehemaligen Institut für Theaterbau der TU Berlin (1968-1987) wurden die Archivalien gesammelt und nach längerem Dornröschenschlaf 2014 aufgeweckt: Drei Kooperationspartner – das Architekturmuseum und der Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin sowie der Studiengang Theatertechnik der Beuth Hochschule Berlin – bildeten eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe. Durch eine erfolgreiche DFG Antragstellung konnte das zweijährige Digitalisierungs-Projekt im Januar 2016 starten und das fünfköpfige Team die Arbeit im Architekturmuseum aufnehmen. Projektleiterin Franziska Ritter betont: „Durch den nun vollzogenen Umzug in das Architekturmuseum, die dortige sichere Bewahrung und die hochauflösende Digitalisierung konnte eine zukunftsweisende Grundlage für weiterführende Forschung geschaffen werden. Unser Team hat im Laufe der zwei Jahre das Projekt auf mehreren internationalen Konferenzen vorgestellt und wir haben weitere interdisziplinäre Kooperationen, z. B. mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin und dem Institut für Kunstgeschichte der TU Berlin etabliert, um eine wissenschaftliche Auswertung der gewonnenen Daten weiterzuverfolgen.“  Prof. Dr. Bri Newesely sagt dazu: „Unser Ziel ist es, im Zusammenhang von Baugeschichte, Bühnentechnik und Szenographie über theatrale Räume zu reflektieren. Durch eine dafür entwickelte analytisch-vergleichende Bestandsaufnahme in Form von Kartographien entsteht ein vielschichtiges Bild der theatralen Landschaft. Die komplexe Aufbereitung des historischen Materials wird das Verständnis für die zukünftige Auseinandersetzung, Bewertung und Konzeption von Theaterbauten voranbringen.“

Als eines der ersten Museen weltweit hat das Architekturmuseum Anfang des Jahrtausends begonnen, seine gesamten Bestände nicht nur EDV-gestützt zu katalogisieren, sondern auch bildlich zu digitalisieren und online zu stellen. In den letzten Jahren hat sich das Museum als Vorreiter der Open-Access-Strategie von wissenschaftlichen Ressourcen etabliert. Museumsdirektor Dr. Hans-Dieter Nägelke freut sich über den theatralen Zuwachs: „Das Konvolut ist als Dokumentation des deutschen Theaterbaus einmalig, da es als originäres Quellenmaterial und als singulärer Schnitt in seiner Geschlossenheit sonst nirgendwo anders so umfangreich dokumentiert ist. Wir sind froh, dass die Objekte nun in unserem Museum den Bestand bereichern.“

Die Sammlung ist ab sofort vollständig über die Onlinedatenbank des Architekturmuseums der TU Berlin für die Wissenschaft und eine breite Öffentlichkeit frei zugänglich und leistet damit schon jetzt einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und zur Sichtbarmachung kulturellen (Theater)Erbes in Europa.

Projektseiten:

http://www.tu-buehnenbild.de/forschung/theaterbausammlung

https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?p=610

Projekt-Team
Architekturmuseum TU Berlin – Dr. Hans-Dieter Nägelke
FG Theatertechnik Beuth HS Berlin – Prof. Dr. Bri Newesely
Bühnenbild_Szenischer Raum TU Berlin – Projektleitung: Franziska Ritter
Studentische Hilfskräfte: Robert Huth, Julia Kleinschmidt, Birte Dördelmann

Kontakt:
Franziska Ritter, franziska.ritter@tu-berlin.de, Tel: +49 (0)30 – 314 72 174

Ausstellungsszenografie: 100 Prozent Wolle

Die Sonderausstellung mit dem Topos Wolle, die das Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin (MEK) in Kooperation mit dem Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin geplant hat, wurde am 5. November 2017 in Berlin-Dahlem eröffnet.

Die Ausstellung öffnet das Thema WOLLE für BesucherInnen aller Altersgruppen mit der Möglichkeit, sich der Wolle spielerisch, sinnlich, intellektuell oder nostalgisch anzunähern und damit auseinanderzusetzen. In jedem Raum stehen Orte der Begegnung, der gemeinsamen aktiven Erfahrung und des Austausches zwischen den Generationen im Mittelpunkt. Zugleich können sich die BesucherInnen in verschiedenste Themenfelder vertiefen: das Schäferleben und der Umgang mit Tieren, die Gewinnung von Wolle, die Verarbeitung der Rohwolle zum Faden und die Herstellung von Maschen bis hin zum Produkt. Highlights sind neben einer bekletterbaren Schafskulptur die Ausstattung eines Schäfers, eine Geschichten erzählende Kleiderstange und ein fliegender Teppich.

Studierende des dritten Semesters erarbeiteten dafür unter der Leitung des Szenografen Johann Jörg individuelle Raumkonzepte, die sich nicht nur den spezifisch historischen, sozialen und kulturellen Aspekten des Themas widmeten, sondern auch brisante Zukunftsfragen, wie z. B. die des Ressourcenumgangs im Textilbereich aufwarfen und zur Diskussion stellten. Das intelligente Verknüpfen von klassischer Wissensvermittlung mit sinnlich aktivem und teilhabendem Erleben für alle Generationen sowie das Verweben der Narrationen im Raum stellte dabei eine komplexe szenografische Herausforderung dar.

Das Gestaltungs- und Raumkonzept von Margaret Schlenkrich und das Medienkonzept von Devin Martini wurde ausgearbeitet und realisiert.

Ausstellung: 100% Wolle
Ort: Museum Europäischer Kulturen,
Arnimallee 25, 14195 Berlin

Eröffnung: 5.11.2017 – 15:00 Uhr
Ausstellung: 7.11.2017 bis 23.06.2019
Öffnungszeiten:  Dienstag – Freitag 10:00 – 17:00 Uhr, Samstag – Sonntag 11:00 – 18:00 Uhr, Montag geschlossen
Eintritt: 8 Euro

Realisierungskonzept: Margaret Schlenkrich (Ausstellungsgestaltung) mit Devin Martini (Mediale Inszenierung)
Dozent und Mentor: Johann Jörg

Premiere: Und in den Nächten liegen wir stumm

Blind vor Arbeit oder Egoismus, überlastet von unverarbeiteten Trennungen oder fliehend ins Heil einer Religion, lassen die Eltern ihre fast erwachsenen Kinder im Stich. Für diese kein Ort nirgends, kein Halt – Thomas Freyers Stück setzt hier ein: mit dem Kampf der Nachgeborenen ins Leben. Bis zum Verbrennen geben sie alles, um sich zu fühlen, um wahrgenommen zu werden, zu lieben oder den selbst gesetzten Erwartungen zu entsprechen. Die eine lässt sich vom ganzen Neubaublock vögeln, der zweite spielt Fight Club nach, bis er sich in einen Wolf verwandelt, die dritte flieht in surreale Traumwelten und der vierte versucht, den Laden irgendwie am Laufen zu halten. Freyers Stück fordert vier starke junge Spieler, die seine archaisch-soghafte Sprache in schmerzliche Sehnsuchtsbilder verwandeln.

Unter Leitung von Norman Heinrich erarbeiteten die Studierenden Konzepte für das Stück auf der Studiobühne des Theaters Chemnitz – in bewährter Kooperation. Die Bühnen- und Kostümbildentwürfe von Carla Satoca Berges und Francesca Ercoli wurden ausgewählt und werden nun im Rahmen der Studioinszenierung umgesetzt.

Premiere: Do, 28. September 2017 um 20 Uhr
Ort: Schauspielstudio, Theater Chemnitz, Zieschestraße 28, 09111 Chemnitz

Kartentelefon: 03 71 / 40 00 – 430 (Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa 10-20 Uhr) oder per Email: tickets@theater-chemnitz.de

http://www.theater-chemnitz.de/spielplan/repertoire/infos/und-in-den-naechten-liegen-wir-stumm/

„Und in den Nächten liegen wir stumm“
Bühne: Carla Satoca Berges
Kostüme: Francesca Ercoli

Rezension: http://www.theaterfoerderverein-chemnitz.de/aktuelles/aus-den-haeusern/751-findet-und-ihr-werdet-suchen.html

Fotos: Carla Satoca Berges und Dieter Wuschanski

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