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Archive for category: Vortrag

Lecture #1 Irreal. Real. Egal. – Mediale Bühnenräume

Claudia Rohner (Szenografie) & Clemens Walter (Videodesign)

Mit ihrem Grundsatz „Irreal.Real.Egal.“ entwerfen Claudia Rohner und Clemens Walter mediale Bühnenkonzepte ohne sichtbare Projektionsflächen. Von dekorativen Elementen losgelöst, steht die Schauspieltauglichkeit der medialen Bühnenräume im Vordergrund.
Rohner und Walter arbeiten seit vielen Jahren in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Die grösstmögliche Verschmelzung der Disziplinen Szenografie und Videodesign ist das Ziel – Gelingt diese Symbiose, entstehen mediale Bühnenräume mit einer eigenwilligen Bühnenästhetik. Ob und wie ihre Haltung in die Realisation einfließt und welche Chancen und Gefahren die technisch aufwendigen Ausstattungen im Theater mit sich bringen, erläutern sie anhand von drei ausgewählten Arbeiten. Dabei wurden 2300 Meter LED-Leuchtband, tausende einzelne modifizierte und eingebaute Leuchtioden auf magnetischen Platten und ein Live-Greenscreen zum Einsatz gebracht.

Termin: 22.11.2018 um 19 Uhr (Eintritt frei)
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)

Claudia Rohner ist Szenografin und realisierte u.a.  Arbeiten für die Museumsnacht in Bern und die Expo 02 Schweiz. Von 2002 bis 2005 war sie als Hausbühnenbildnerin und Designerin am Deutschen Theater Berlin engagiert. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Roger Vontobel (z.B. Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Münchner Kammerspiele, Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Köln, Schauspiel Frankfurt, Théâtre de la Colline Paris, Maxim Gorki Theater Berlin). Seit 2015 unterrichtet sie an der TU Berlin am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum und an der Hochschule in Hannover.

Clemens Walter arbeitet als Filmeditor und Videokünstler mit Schwerpunkt Theater. Seit 2004 realisiert er Projektionen und Live-Videos für Theaterstücke und arbeitete dabei unter anderem am Schauspiel Frankfurt, am Deutschen Theater Berlin und am Wiener VolkstheaterDie Theaterarbeiten von Clemens Walter umfassen vorproduzierte Filmsequenzen, Animationen, Live-Videos und 3D-Projektionsmapping. Es verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Roger Vontobel. Zuletzt realisierte er für Vontobel die Projektionen für die Wormser Nibelungenfestspiele 2018, bei denen zum ersten Mal der Dom mit Video bespielt wurde.

Fotos © Clemens Walter

 

Lecture Lila Chitayat “spatial storytelling and how to play with time in space” 23.5.

Lila Chitayat – a multidisciplinary creator, architect, new-media artist and experimental designer in Israel and Germany – examines shifts occuring in the past decades: How do we rethink space and what are its affects on how we read spaces today?
Using our bodies, movement and multiple realities we can play with time, slow it down or open up gaps to experience spaces and tell stories through them. By the extensive use of new technologies, virtual worlds and multiple dimensions we can now shift out to non euclediean geometries, interactivity and non- linear storytelling, triggering us to be in a space, be the space and playfully experience it.

Wednesday, 23 May 2018,  20:00
TU Berlin Bühnenbild_Szenischer Raum, Studio 484, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin
Free entry, lecture held in English

Lila is a Senior Lecturer at the Design Faculty of H.I.T Holon Institute of Technology teaching on the Masters program and Interior Design departments. She is the Founder of LinC Studio: A trans-disciplinary design environment involving media and technology to produce a wide range of projects in urban installations, space design, exhibit design and digital architecture for virtual environments worldwide. Her projects include numerous museum exhibition designs, technology-based interactive installations, such as Taxilink (winner of PRIX Ars Electronica 2010), Ideal Virtual Jerusalem for MIC, sensing sound installation and urban interventions. She is currently based in Berlin on a sabbatical year and lives and works in Tel Aviv. Lila received her M.Arch from Columbia University and B.Arch from Pratt Institute and a b.Des at HIT.
www.lilachitayat.com

© Fotos: Lila Chitayat, Dor Kedmi, Eitan Vitkon

Lecture Mark Coniglio: Responsive Media & Interactive Performance

Mark Coniglio – Medienkünstler, Komponist und Programmierer – gilt als Pionier in der Erforschung der Kombination von Tanz und interaktiven Medien. Ausgehend von Troika Ranch (der medienintensiven Tanzkompanie, die er zusammen mit Dawn Stoppiello gründete) entwickelte er die Mediensoftware Isadora, die nun seit fast drei Jahrzehnten eine wichtige Schnittstelle zwischen Bewegung, Medien und Digitalem bildet.

Dienstag 17. April 2018,  19 Uhr
TU Berlin Bühnenbild_Szenischer Raum, Studio 484, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin
Eintritt frei

Coniglios erste Tanz- und Medienarbeiten mit Kombinationen von sensorischen Systemen, reaktionsschnellen Medien-Software und Live-Darstellern erzeugen eine interaktive “Reflexion” des Körpers. Seinen frühen Arbeiten folgend, entwickelt er heute Performances, in denen künstliche Intelligenz in den Konflikt mit menschlichem Wissen gebracht wird. So soll die Erfindung neuer Bewegungen, unvorhergesehener Strukturen und Beziehungen zwischen Körper, Medien und Bühne herausgefordert werden.

Der Vortrag wird auf Englisch gehalten.

Link zur facebook-Veranstaltung

© Foto: Mark Coniglio, A.T.Schaefer
Photo Credit 2: Richard Termine – Lucia Tong , Daniel Suominen & Robert Clark in “16 [R]evolutions”
Photo Credit 3: Richard Termine – Johanna Levy & Lucia Tong in “16 [R]evolutions”

Neues aus der Theaterbausammlung

Unser DFG-gefördertes Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Theaterbausammlung begibt sich nach fast anderthalb Jahren auf die Zielgerade: Bislang konnten 3024 Zeichnungen, Dokumente und Fotografien zu 297 Theaterbauten inventarisiert werden. Ein Drittel davon ist bereits im Onlinekatalog des Architekturmuseums der TU Berlin recherchierbar. Hauptaugenmerk liegt auf dem sehr gut erhaltenen Konvolut zum Handbuch „Das Deutsche Theater“, das im Auftrag von Albert Speer, dem Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, seit 1939 erarbeitet wurde. Das Standardwerk sollte eine detaillierte architektonische und bühnentechnische Beschreibung sämtlicher Theaterbauten des damaligen „Großdeutschen Reiches“ enthalten, kam allerdings nie zur Veröffentlichung.

Für die Erschließung der über 500 historischen Glasplatten aus dem Nachlass von Prof. Friedrich Kranich, die zum großen Teil unkatalogisiert und ohne inhaltliche Hinweise zu uns kamen, konnten wir im letzten Semester eine neue hochschulübergreifende Kooperation mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin aufbauen: Herr Dr. Jammerthal und seine Studierenden haben im Seminar “Aktuelle Arbeitsfelder objektbasierter Theaterhistoriografie“ unsere Theaterbausammlung untersucht, praxisnah den Umgang mit Objekten kennengelernt und wertvolle Recherche-Ergebnisse für den Erfassungsprozess erarbeitet.

Einen zweiten Schwerpunkt der Theaterbausammlung bildet der umfangreiche Fotonachlass des Architekten Gerhard Graubner mit seinen Theaterbauten. Neben Wettbewerbsentwürfen aus den 1950er und 1960er Jahren sind dort vor allem bekannte Nachkriegswerke wie das Schauspielhaus Bochum, das Schauspielhaus Wuppertal und viele andere seiner Bauten dokumentiert. Erfreulicherweise wird dieser Fotonachlass zurzeit mit seinem Plan- und Büronachlass zusammengeführt, der bereits vor einigen Jahren im Architekturmuseum digitalisiert werden konnte. Bis Ende Januar 2018 werden wir den Bestand gänzlich erfasst haben und online abrufbar machen.

Am 11. Juli 2017 präsentiert Projektleiterin Franziska Ritter mit ihrem Vortrag “Mapping Theatre Architecture” das Projekt in Oxford (UK) auf der Digitizing the Stage Conference auf internationaler Ebene. Im Interview mit der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland gibt sie Auskunft über Hintergründe, die Bedeutung der Sammlung für Forschung und Lehre und über zukünftige Anknüpfungspunkte. Die jüngste Veröffentlichung von Prof. Dr. Bri Newesely, Franziska Ritter und Olivia Danilsen zum Thema “Theatrale Kartografien für Berlin” ist soeben druckfrisch in der Fachzeitschrift Vierte Wand #007 erschienen (online ab Seite 66 nachzulesen). Auch auf der internationalen Stage Set Scenery Messe in Berlin ist das Projekt im Juni der Fachwelt im Kongressprogramm vorgestellt worden.

Last but not least: neu im Team begrüßen wir Julia Kleinschmidt, die als zweite studentische Hilfskraft unser Projekt seit März 2017 bereichert.

Infos zum Projekt: http://www.tu-buehnenbild.de/forschung/theaterbausammlung/
Projektleitung / Kontakt: Franziska Ritter

 

Lecture: Von der Idee zur Ausstellung

Lecture: Von der Idee zur Ausstellung

Von der Idee zur Ausstellung
Lecture von Stefan Nowak, Szenograf und Projektmanager

Donnerstag, 4. Mai 2017 um 19 Uhr
Studio 484 des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum

Stefan Nowak stellt fünf seiner Ausstellungsprojekte und deren sehr unterschiedlichen Entstehungsgeschichten vor. Erstens: Woher kommen die Ideen? Zweitens: Wieviel Strategie ist notwendig, wieviel Intuition und wieviel Interpretation ist erlaubt? Drittens: Wieviel Bier braucht man für eine gute Ausstellung? Viertens: Welche Parameter sind bei der Gestaltung zu berücksichtigen? Fünftens: Ist Geld wichtig?

Stefan Nowak studierte Parfümerie und Lebensmitteltechnologie in London und Lemgo, anschließend Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt bei Christof Gassner und Peter von Kornatzki und an der Fachhochschule Düsseldorf bei Klaus Hesse und Uwe Loesch. Gemeinsam mit Petra Knyrim ist er seit 1994 Geschäftsführer des Designbüros nowakteufelknyrim (NTK) für Kommunikation und Ausstellungsdesign in Düsseldorf. nowakteufelknyrim zeichnet sich unter anderem verantwortlich für die Dauerausstellung im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank Frankfurt, für das Museum der Badekultur in Zülpich, für die Neugestaltung der Abteilung Fotografie und Film im Deutschen Museum sowie für innovative Leit- und Orientierungssysteme, u.a. für die Stadt Düsseldorf und die Universitätsbibliothek Münster.
Seit 1996 unterrichtet Stefan Nowak Informationsdesign und Ausstellungsgestaltung wechselnd an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, zuletzt an der Universität Wuppertal und der Hochschule Hildesheim (2016). Bekannt geworden ist er vor allem durch Workshops und Veröffentlichungen zum Thema Orientierung und Kommunikation im Raum.

http://www.n-t-k.de
Facebook-Event

Lecture Steffi Wurster: “Perspektiven im Spiel”

Lecture Steffi Wurster: “Perspektiven im Spiel”

Wir laden herzlich ein zur Lecture:

“Perspektiven im Spiel”
Steffi Wurster, Bühnenbildnerin und Filmemacherin

Dienstag, 5. Januar 2016 um 19 Uhr
Studio 484 des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, 4. OG links
Eintritt frei
Facebook-Event

In ihrem Vortrag befasst sich Steffi Wurster mit der Bedeutung, die der Zuschauer-Perspektive beim Erleben einer Inszenierung zukommt. Welche Rolle spielen Distanzen, Blickwinkel, die Wahrnehmung der eigenen Position im Raum? Wie lassen sich diese Parameter im Rahmen des Guckkastentheaters in Bewegung bringen? Anhand ausgewählter Bühnenbilder wird veranschaulicht, inwiefern ein spezifisches Verhältnis von Bühnen- und Zuschauerraum die Aufmerksamkeit zu lenken vermag und wesentlich zur Konstruktion einer Geschichte beiträgt.

Steffi Wurster ist Bühnenbildnerin und Filmemacherin. Neben ihren szenografischen Arbeiten entwickelt sie interdisziplinäre Projekte und Videos. Im Fokus ihrer filmischen Auseinandersetzung stehen Themen der Raumproduktion und räumliche Aspekte der Identitätskonstruktion. Seit diesem Semester unterrichtet Steffi Wurster am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin.

(c) Foto von der Inszenierung “reicht es nicht zu sagen ich will leben“, Regie: Nora Schlocker, Koproduktion Nationaltheater Weimar/Centraltheater Leipzig 2011, Mülheimer Theatertage 2012, Foto Steffi Wurster

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