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Archive for category: Vortrag

Neues aus der Theaterbausammlung

Nächste Woche ist es soweit – die Stage Set Scenery Messe in Berlin öffnet ihre Pforten: dort werden Prof. Dr.-Ing. Bri Newesely (Beuth Hochschule) und Franziska Ritter (TU Berlin Bühnenbild_Szenischer Raum) am 20. Juni um 14 Uhr im Anatomischen Theater unter dem Titel „Theatrale Kartographien“ erste Forschungsergebnisse aus der Theaterbausammlung der TU Berlin vorstellen. Seien Sie herzlich willkommen!
Darüberhinaus werden wir am 11. Juli 2017 das Projekt auf der Digitizing the Stage Conference in der University of Oxford / Großbritannien auf internationaler Ebene präsentieren.

Denn unser DFG-gefördertes Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Theaterbausammlung begibt sich nach fast anderthalb Jahren auf die Zielgerade: Bislang konnten 3024 Zeichnungen, Dokumente und Fotografien zu 297 Theaterbauten inventarisiert werden. Ein Drittel davon ist bereits im Onlinekatalog des Architekturmuseums der TU Berlin recherchierbar. Hauptaugenmerk liegt auf dem sehr gut erhaltenen Konvolut zum Handbuch „Das Deutsche Theater“, das im Auftrag von Albert Speer, dem Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, seit 1939 erarbeitet wurde. Das Standardwerk sollte eine detaillierte architektonische und bühnentechnische Beschreibung sämtlicher Theaterbauten des damaligen „Großdeutschen Reiches“ enthalten, kam allerdings nie zur Veröffentlichung.

Für die Erschließung der über 500 historischen Glasplatten aus dem Nachlass von Prof. Friedrich Kranich, die zum großen Teil unkatalogisiert und ohne inhaltliche Hinweise zu uns kamen, konnten wir im letzten Semester eine neue hochschulübergreifende Kooperation mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin aufbauen: Herr Dr. Jammerthal und seine Studierenden haben im Seminar “Aktuelle Arbeitsfelder objektbasierter Theaterhistoriografie“ unsere Theaterbausammlung untersucht, praxisnah den Umgang mit Objekten kennengelernt und wertvolle Recherche-Ergebnisse für den Erfassungsprozess erarbeitet.

Einen zweiten Schwerpunkt der Theaterbausammlung bildet der umfangreiche Fotonachlass des Architekten Gerhard Graubner mit seinen Theaterbauten. Neben Wettbewerbsentwürfen aus den 1950er und 1960er Jahren sind dort vor allem bekannte Nachkriegswerke wie das Schauspielhaus Bochum, das Schauspielhaus Wuppertal und viele andere seiner Bauten dokumentiert. Erfreulicherweise wird dieser Fotonachlass zurzeit mit seinem Plan- und Büronachlass zusammengeführt, der bereits vor einigen Jahren im Architekturmuseum digitalisiert werden konnte. Bis Ende Januar 2018 werden wir den Bestand gänzlich erfasst haben und online abrufbar machen.

Im Interview mit der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland gibt Projektleiterin Franziska Ritter Auskunft über Hintergründe, die Bedeutung der Sammlung für Forschung und Lehre und über zukünftige Anknüpfungspunkte. Die jüngste Veröffentlichung von Prof. Dr. Bri Newesely, Franziska Ritter und Olivia Danilsen zum Thema “Theatrale Kartografien für Berlin” ist soeben druckfrisch in der Fachzeitschrift Vierte Wand #007 erschienen (online ab Seite 66 nachzulesen).

Last but not least: neu im Team begrüßen wir Julia Kleinschmidt, die als zweite studentische Hilfskraft unser Projekt seit März 2017 bereichert.

Infos zum Projekt: http://www.tu-buehnenbild.de/forschung/theaterbausammlung/
Projektleitung / Kontakt: Franziska Ritter

 

Lecture: Von der Idee zur Ausstellung

Lecture: Von der Idee zur Ausstellung

Von der Idee zur Ausstellung
Lecture von Stefan Nowak, Szenograf und Projektmanager

Donnerstag, 4. Mai 2017 um 19 Uhr
Studio 484 des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum

Stefan Nowak stellt fünf seiner Ausstellungsprojekte und deren sehr unterschiedlichen Entstehungsgeschichten vor. Erstens: Woher kommen die Ideen? Zweitens: Wieviel Strategie ist notwendig, wieviel Intuition und wieviel Interpretation ist erlaubt? Drittens: Wieviel Bier braucht man für eine gute Ausstellung? Viertens: Welche Parameter sind bei der Gestaltung zu berücksichtigen? Fünftens: Ist Geld wichtig?

Stefan Nowak studierte Parfümerie und Lebensmitteltechnologie in London und Lemgo, anschließend Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt bei Christof Gassner und Peter von Kornatzki und an der Fachhochschule Düsseldorf bei Klaus Hesse und Uwe Loesch. Gemeinsam mit Petra Knyrim ist er seit 1994 Geschäftsführer des Designbüros nowakteufelknyrim (NTK) für Kommunikation und Ausstellungsdesign in Düsseldorf. nowakteufelknyrim zeichnet sich unter anderem verantwortlich für die Dauerausstellung im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank Frankfurt, für das Museum der Badekultur in Zülpich, für die Neugestaltung der Abteilung Fotografie und Film im Deutschen Museum sowie für innovative Leit- und Orientierungssysteme, u.a. für die Stadt Düsseldorf und die Universitätsbibliothek Münster.
Seit 1996 unterrichtet Stefan Nowak Informationsdesign und Ausstellungsgestaltung wechselnd an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, zuletzt an der Universität Wuppertal und der Hochschule Hildesheim (2016). Bekannt geworden ist er vor allem durch Workshops und Veröffentlichungen zum Thema Orientierung und Kommunikation im Raum.

http://www.n-t-k.de
Facebook-Event

“Raumtheorie”-Seminar für externe Gäste

“Raumtheorie”-Seminar für externe Gäste

Wir öffnen unser Seminar “Raumtheorien” für interessierte Gäste.

Im Rahmen des Seminars werden gegenwärtige Raumbegriffe anhand von raumtheoretischen Grundlagentexten und Forschungen, Publikationen und/oder aktuellen Umsetzungen erarbeitet und kritisch hinterfragt. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden einen Überblick über bestehende Theorie-Ansätze zu geben, diese zu diskutieren und miteinander in Beziehung zu setzen. Damit soll eine Einführung in die wissenschaftliche Arbeitsweise im Masterstudium gegeben werden. Die Studierenden bekommen die Möglichkeit, ihre eigenen Ansätze vor einem theoretischen Kontext zu reflektieren und zu entscheiden, welche Konzepte für ihre eigene Arbeit bedeutsam sind.

Dozent: Prof. Albert Lang
Zielgruppe: Architekturstudierende und neue BewerberInnen, Interessierte

Bitte vorab Anmeldung im Sekretariat per Email: Salka Schulz

Termine:
Do 21.01.2016, 14-17 Uhr (Textgrundlage: Peter Brook “Der leere Raum”)
Do 04.02.2016, 10-17 Uhr
Di 16.02.2016, 14-17 Uhr (Textgrundlage: Peter Weibel “Wirklichkeitsdiffusion”)
(Texte werden nach Anmeldung zur Verfügung gestellt)

Ort: Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum,
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, Raum ACK 478.

Teilnahme kostenfrei (Anmeldung erforderlich), kann als Wahlfach belegt werden (3 LP),
Bescheinigung wird im Anschluss erstellt

Foto: David Roth, Decoding DNA, 2014

Lecture Steffi Wurster: “Perspektiven im Spiel”

Lecture Steffi Wurster: “Perspektiven im Spiel”

Wir laden herzlich ein zur Lecture:

“Perspektiven im Spiel”
Steffi Wurster, Bühnenbildnerin und Filmemacherin

Dienstag, 5. Januar 2016 um 19 Uhr
Studio 484 des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, 4. OG links
Eintritt frei
Facebook-Event

In ihrem Vortrag befasst sich Steffi Wurster mit der Bedeutung, die der Zuschauer-Perspektive beim Erleben einer Inszenierung zukommt. Welche Rolle spielen Distanzen, Blickwinkel, die Wahrnehmung der eigenen Position im Raum? Wie lassen sich diese Parameter im Rahmen des Guckkastentheaters in Bewegung bringen? Anhand ausgewählter Bühnenbilder wird veranschaulicht, inwiefern ein spezifisches Verhältnis von Bühnen- und Zuschauerraum die Aufmerksamkeit zu lenken vermag und wesentlich zur Konstruktion einer Geschichte beiträgt.

Steffi Wurster ist Bühnenbildnerin und Filmemacherin. Neben ihren szenografischen Arbeiten entwickelt sie interdisziplinäre Projekte und Videos. Im Fokus ihrer filmischen Auseinandersetzung stehen Themen der Raumproduktion und räumliche Aspekte der Identitätskonstruktion. Seit diesem Semester unterrichtet Steffi Wurster am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin.

(c) Foto von der Inszenierung “reicht es nicht zu sagen ich will leben“, Regie: Nora Schlocker, Koproduktion Nationaltheater Weimar/Centraltheater Leipzig 2011, Mülheimer Theatertage 2012, Foto Steffi Wurster

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