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Archive for category: Vortrag

LECTURE 09. Mai: Text I Raum I Bühne I Spiel

Bei den Konzeptionen für die Einrichtung des eigentlich leeren Raums für eine Theateraufführung interessiert zunächst das Verhältnis von Bühne und Zuschauer. Die Form der Einrichtung einer Bühne in einem konkreten Theaterraum ist immer abhängig vom Charakter des Textes in seiner historischen Zeit und den Gewohnheiten der Schauspieler und deren Zuschauer. Beispielhaft befragt der Vortrag die Konsequenzen auf das szenische Spiel und die Authentizität der Aufführung. An der Berliner Schaubühne hat Jan Pappelbaum den idealen universellen Theaterraum, in dem er seine Erkenntnisse konsequent in die Bühnen weiterer Aufführungen miteinbezieht. Im Vortrag berichtet der Ausstattungsleiter von seinen Erfahrungen und macht sein Interesse an der Selbstverständlichkeit einer zeitgenössischen Ästhetik durch die Recherche und Verwendung von konkreten Materialien und Situationen aus dem Alltag, anhand dokumentarischer Fotoaufnahmen nachvollziehbar.

Vortrag: Jan Pappelbaum

Donnerstag, 09. Mai 2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstraße 76, 13355 Berlin
Eintritt frei, Vortrag in deutscher Sprache
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Jan Pappelbaum wurde 1966 in Dresden geboren und studierte im Anschluss an seine Maurerlehre bis 1993 Architektur in Weimar. Zunächst als freischaffender Bühnenbildner tätig wird er 1999 Ausstattungsleiter an der Schaubühne Berlin, wo er für die Gestaltung von mehr als fünfzig Bühnenbildern und Einrichtungen von Bühnenräumen verantwortlich ist. Parallel dazu entstanden freie Bühnenbilder u.a. an Opernhäusern und Ausstellungsarchitekturen in Frankfurt und Dresden.

 

 

 

LECTURE 17. April: Schnittstellen – Ausstellungsregie zwischen kuratorischer und szenografischer Praxis

Nimmt man Ausstellungen als eigenständige Medien ernst, so wird deutlich: mit jeder Ausstellung entsteht aus den beteiligten Akteuren – aus Konzepten, Objekten/Sammlungen, Texten, Räumen, Tönen, Installationen, Personen etc. – etwas unverwechselbar Neues. Ausstellungen zeigen etwas, das auf andere Weise gar nicht sichtbar werden kann, also eben der spezifischen Logik genau dieses Mediums geschuldet ist. Was ist das für eine Logik und was sind vor diesem Hintergrund die Herausforderungen an die kuratorische und szenografische Arbeit?

Die These ist, dass die Auffassung von Ausstellungen als eigenständige Medien nicht ohne den Begriff der Regie auskommt: Eine Regie, die zwischen den höchst unterschiedlichen Beteiligten Verhältnisse herstellt, zwischen ihren Ansprüchen auf Repräsentation vermittelt, zwischen inhaltlich-wissenschaftlichem Konzept und ästhetisch-räumlichen Gestaltungen Übersetzungsmöglichkeiten auslotet und im Sinne einer Gesamtregie bestimmte Setzungen vornimmt. Der Vortrag umkreist den Begriff der Ausstellungsregie anhand von Beispielen und stellt die Schnittstelle zwischen kuratorischen und szenografischen Praktiken zur Diskussion.

Vortrag: Prof. Nicola Lepp

Mittwoch, 17. April 2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstraße 76, 13355 Berlin
Eintritt frei, Vortrag in deutscher Sprache
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Nicola Lepp ist Kulturwissenschaftlerin und Ausstellungsmacherin und seit 2015 Professorin für Kultur und Vermittlung an der Fachhochschule Potsdam. Ausstellungen u.a. GRIMMWELT, Kassel 2015; Museum der Gefäße Humboldt Lab Dahlem, Berlin 2013; PSYCHOanalyse. Sigmund Freud zum 150. Geburtstag, 2006; Der Neue Mensch. Obsessionen des 20. Jahrhunderts, 1999. Forschungsschwerpunkte sind u.a. Theorien und Praxen der Dinge und des Ausstellens sowie einekritische Vermittlungstheorie des Museums.

Foto © Jan Bitter

LECTURE 2. April: CyberRäuber TRANSFORMING THE STAGE – VR/AR im Theater

LECTURE 2. April: CyberRäuber TRANSFORMING THE STAGE – VR/AR im Theater

In den letzten zwei Jahren ist es dem Künstler Marcel Karnapke mit CyberRäuber gelungen, Theatererfahrungen, Bühnen und Akteure in die virtuelle Realität umzusetzen. VR hat jedoch weitaus umfassendere Auswirkungen, die dazu beitragen können, die Theaterbühne zu verändern und das Schauspiel, wie wir es heute kennen, zu erweitern. Unmögliche Bühnenbilder zu bauen und die physische Welt mit virtuellen Objekten und Räumen zu verschmelzen, ist nur der Anfang. Der Vortrag wird erläutern, wie Akteure neue Ausdrucks- und Interaktionsmöglichkeiten mittels VR nutzen und gleichzeitig die Bühne verändern.

Lecture: Marcel Karnapke (CyberRäuber)
Dienstag, 2. April 2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstraße 76, 13355 Berlin
Die Vorlesung findet in englischer Sprache statt, freier Eintritt
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Die heutigen Virtual- und Augmented-Reality-Technologien neigen dazu, die Zukunft vieler verschiedener Bereiche und Branchen zu verändern, vor allem der Unterhaltungsindustrie. In diesem Vortrag befassen wir uns mit Konzepten, Ideen und Erfahrungen der letzten zwei Jahre, die das Potenzial haben, die Theaterbühne durch den Einsatz dieser neuartigen Technologien auf unkonventionelle Weise zu verbessern und zu transformieren. Im Theater ging es in gewisser Weise schon immer darum, künstliche Welten durch den Einsatz von Erzählungen und Visionen in Form von unterschiedlichen Bühnenbildern zu schaffen, um dem Publikum eine Vorstellung von Präsenz innerhalb des Spiels zu vermitteln. Aufbauend auf diesen Vorstellungen werden wir uns fragen, was virtuelle und erweiterte Realität dazu beitragen kann, insbesondere in Kombination mit etablierten Bühnenabteilungen wie Licht, Audio- oder Videoprojektion.
Wir werden über Ideen sprechen, die das gebaute physikalische Bühnenbild zusammenführen und in eine raumoffene Ebene der Möglichkeiten transformieren. Schließlich werden wir uns mit den Auswirkungen auf die Akteure und die Regisseure befassen – ist es möglich, die Lücke zwischen der Komplexität der Technologie zu schließen, um eine Schnittstelle für die nicht technisch versierte Zielgruppe zu schaffen?

The Memories of Borderline – Trailer
Ars Electronica – Pitoti Prometheus
Ars Electronica – Memories of Borderline
Die Deutsche Bühne – Digitale Erzähler
Süddeutsche Zeitung – Als eine digitale Anstalt

Foto © CyberRäuber

Der Vortrag ist Teil des Workshops “Im/materielle Theaterräume” der DTHG e.V. (Deutsche Theatertechnische Gesellschaft) im Rahmen des Projekts “Theaterlandschaft”, unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

LECTURE Tom Duncan: Gestalten für Erlebnisse – Raum, Erzählung, Partizipation

LECTURE Tom Duncan: Gestalten für Erlebnisse – Raum, Erzählung, Partizipation

Die Planung eines Museums, einer Ausstellung oder eines Kulturerbes erfordert multidisziplinäres Denken und einen Ansatz, der sowohl räumliche als auch zeitliche Qualitäten berücksichtigt. Der Vortrag von Tom Duncan beleuchtet Projekte des Studios Duncan McCauley und gibt Einblick in die Gestaltung narrativer, sequentieller Räume und die Entwicklung eines sinnvollen und lohnenden Besuchererlebnisses. Zu den vorgestellten Projekten gehören u.a. das neue Besuchererlebnis in der”Burg Vischering” bei Münster in Deutschland und die Ausstellung ”Diana: Her Fashion Story” im Kensington Palace, London.

Vortrag: Mittwoch, 16. Januar 2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum,
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Vortrag in englischer Sprache
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Tom Duncan ist Architekt und Museumsgestalter. Er ist Gründungspartner des Studios Duncan McCauley Berlin, das sich auf Design und Planung von Museen und Kulturerbestätten spezialisiert hat. Zu den kürzlich abgeschlossenen Projekten gehören “Diana: Her Fashion Story” im Kensington Palace London, und die Ausstellung “Botticelli Reimagined” im Victoria & Albert Museum London. Tom Duncan verbindet berufliche Praxis mit akademischer Forschung und Lehre, z. B. an der UDK Berlin, der TU Berlin, NYU und Central St. Martins London. Seine Forschung im Bereich der Masterplanung für Museen und historische Stätten konzentriert sich auf die räumlichen, strategischen und narrativen Anforderungen des Museumsumfelds.

Foto: Burg Vischering © Philipp Obkircher

 

LECTURE Stefan Nowak:  Form Follows Fiction – am 11. Dezember 2018

LECTURE Stefan Nowak: Form Follows Fiction – am 11. Dezember 2018

Die mannigfaltige Formensprache der gegenwärtigen Alltagsprodukte – ob Wasserkocher, Autos oder Häuser – strotzt vor allem durch Beliebigkeit. Alles scheint möglich! Der Wechsel vom Gebrauchsgegenstand zum Konsumprodukt vollzieht sich auch im Sprachgebrauch – Der Wasserkocher kocht zwar noch, das Auto fährt und das Haus ist bewohnbar, doch die üppige Form oder der kostenoptimierte Grundriss haben nichts mit der eigentlichen Funktion, dem äußeren Kontext oder den Vorstellungen der Nutzer zu tun. Bisweilen brauchte man an jedem Alltagsgegenstand ein Interface, einen Knopf, einen Hebel, deren Betätigung ein Feedback bei dem Nutzer erzeugt, um die Funktion und das Objekt im wahrsten Sinn des Wortes zu „Begreifen“. Nun werden die Produkte selbst zur Fiktion: Nackte schwarze, weiße oder silberne Kästen reagieren auf Zuruf oder werden zentral und aus jeder beliebigen Entfernung von einem kleinen leuchtenden Kästchen gesteuert.

Der Vortrag von Stefan Nowak beleuchtet diese Entwicklungen und stellt Fragen über unseren Umgang mit Produkten, über vergangene Designkonzepte und Ideologien und die Zusammenhänge von Funktionalismus und Fiktion, Design und Dogma. In dem gleichnamigen  Seminar am Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin wird diese Thematik zur Zeit vertieft und Mitte Februar 2019 in einer Studioausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Termin: 11.12.2018 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum,
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)
(Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich)
Link zur Facebook-Veranstaltung

Stefan Nowak studierte Parfümerie und Lebensmitteltechnologie in London und Lemgo, anschließend Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt bei Christof Gassner und Peter von Kornatzki und an der Fachhochschule Düsseldorf bei Klaus Hesse und Uwe Loesch. Gemeinsam mit Petra Knyrim ist er seit 1994 Geschäftsführer des Designbüros nowakteufelknyrim (NTK) für Kommunikation und Ausstellungsdesign in Düsseldorf. nowakteufelknyrim zeichnet sich unter anderem verantwortlich für die Dauerausstellung im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank Frankfurt, für das Museum der Badekultur in Zülpich, für die Neugestaltung der Abteilung Fotografie und Film im Deutschen Museum sowie für innovative Leit- und Orientierungssysteme, u.a. für die Stadt Düsseldorf und die Universitätsbibliothek Münster.

Seit 1996 unterrichtet Stefan Nowak Informationsdesign und Ausstellungsgestaltung mit theamtischem Schwerpunkt zur Orientierung und Kommunikation im Raum – wechselnd an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, zuletzt an der Universität Wuppertal und der Hochschule Hildesheim und seit 2017 auch am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin.

© Installation “Truck” von Erwin Wurm, 2015

LECTURE 22.11.18 : Irreal. Real. Egal. – Mediale Bühnenräume

Mit ihrem Grundsatz „Irreal.Real.Egal.“ entwerfen Claudia Rohner und Clemens Walter mediale Bühnenkonzepte ohne sichtbare Projektionsflächen. Von dekorativen Elementen losgelöst, steht die Schauspieltauglichkeit der medialen Bühnenräume im Vordergrund.

Rohner und Walter arbeiten seit vielen Jahren in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Die grösstmögliche Verschmelzung der Disziplinen Szenografie und Videodesign ist das Ziel – Gelingt diese Symbiose, entstehen mediale Bühnenräume mit einer eigenwilligen Bühnenästhetik. Ob und wie ihre Haltung in die Realisation einfließt und welche Chancen und Gefahren die technisch aufwendigen Ausstattungen im Theater mit sich bringen, erläutern sie anhand von drei ausgewählten Arbeiten. Dabei wurden 2300 Meter LED-Leuchtband, tausende einzelne modifizierte und eingebaute Leuchtioden auf magnetischen Platten und ein Live-Greenscreen zum Einsatz gebracht.

Termin: 22.11.2018 um 19 Uhr (Eintritt frei)
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)

Claudia Rohner ist Szenografin und realisierte u.a.  Arbeiten für die Museumsnacht in Bern und die Expo 02 Schweiz. Von 2002 bis 2005 war sie als Hausbühnenbildnerin und Designerin am Deutschen Theater Berlin engagiert. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Roger Vontobel (z.B. Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Münchner Kammerspiele, Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Köln, Schauspiel Frankfurt, Théâtre de la Colline Paris, Maxim Gorki Theater Berlin). Seit 2015 unterrichtet sie an der TU Berlin am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum und an der Hochschule in Hannover.

Clemens Walter arbeitet als Filmeditor und Videokünstler mit Schwerpunkt Theater. Seit 2004 realisiert er Projektionen und Live-Videos für Theaterstücke und arbeitete dabei unter anderem am Schauspiel Frankfurt, am Deutschen Theater Berlin und am Wiener VolkstheaterDie Theaterarbeiten von Clemens Walter umfassen vorproduzierte Filmsequenzen, Animationen, Live-Videos und 3D-Projektionsmapping. Es verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Roger Vontobel. Zuletzt realisierte er für Vontobel die Projektionen für die Wormser Nibelungenfestspiele 2018, bei denen zum ersten Mal der Dom mit Video bespielt wurde.

Fotos © Clemens Walter

 

Lecture Lila Chitayat “spatial storytelling and how to play with time in space” 23.5.

Lila Chitayat – a multidisciplinary creator, architect, new-media artist and experimental designer in Israel and Germany – examines shifts occuring in the past decades: How do we rethink space and what are its affects on how we read spaces today?
Using our bodies, movement and multiple realities we can play with time, slow it down or open up gaps to experience spaces and tell stories through them. By the extensive use of new technologies, virtual worlds and multiple dimensions we can now shift out to non euclediean geometries, interactivity and non- linear storytelling, triggering us to be in a space, be the space and playfully experience it.

Wednesday, 23 May 2018,  20:00
TU Berlin Bühnenbild_Szenischer Raum, Studio 484, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin
Free entry, lecture held in English

Lila is a Senior Lecturer at the Design Faculty of H.I.T Holon Institute of Technology teaching on the Masters program and Interior Design departments. She is the Founder of LinC Studio: A trans-disciplinary design environment involving media and technology to produce a wide range of projects in urban installations, space design, exhibit design and digital architecture for virtual environments worldwide. Her projects include numerous museum exhibition designs, technology-based interactive installations, such as Taxilink (winner of PRIX Ars Electronica 2010), Ideal Virtual Jerusalem for MIC, sensing sound installation and urban interventions. She is currently based in Berlin on a sabbatical year and lives and works in Tel Aviv. Lila received her M.Arch from Columbia University and B.Arch from Pratt Institute and a b.Des at HIT.
www.lilachitayat.com

© Fotos: Lila Chitayat, Dor Kedmi, Eitan Vitkon

LECTURE Mark Coniglio: Responsive Media & Interactive Performance

Mark Coniglio – Medienkünstler, Komponist und Programmierer – gilt als Pionier in der Erforschung der Kombination von Tanz und interaktiven Medien. Ausgehend von Troika Ranch (der medienintensiven Tanzkompanie, die er zusammen mit Dawn Stoppiello gründete) entwickelte er die Mediensoftware Isadora, die nun seit fast drei Jahrzehnten eine wichtige Schnittstelle zwischen Bewegung, Medien und Digitalem bildet.

Dienstag 17. April 2018,  19 Uhr
TU Berlin Bühnenbild_Szenischer Raum, Studio 484, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin
Eintritt frei

Coniglios erste Tanz- und Medienarbeiten mit Kombinationen von sensorischen Systemen, reaktionsschnellen Medien-Software und Live-Darstellern erzeugen eine interaktive “Reflexion” des Körpers. Seinen frühen Arbeiten folgend, entwickelt er heute Performances, in denen künstliche Intelligenz in den Konflikt mit menschlichem Wissen gebracht wird. So soll die Erfindung neuer Bewegungen, unvorhergesehener Strukturen und Beziehungen zwischen Körper, Medien und Bühne herausgefordert werden.

Der Vortrag wird auf Englisch gehalten.

Link zur facebook-Veranstaltung

© Foto: Mark Coniglio, A.T.Schaefer
Photo Credit 2: Richard Termine – Lucia Tong , Daniel Suominen & Robert Clark in “16 [R]evolutions”
Photo Credit 3: Richard Termine – Johanna Levy & Lucia Tong in “16 [R]evolutions”

Neues aus der Theaterbausammlung

Unser DFG-gefördertes Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Theaterbausammlung begibt sich nach fast anderthalb Jahren auf die Zielgerade: Bislang konnten 3024 Zeichnungen, Dokumente und Fotografien zu 297 Theaterbauten inventarisiert werden. Ein Drittel davon ist bereits im Onlinekatalog des Architekturmuseums der TU Berlin recherchierbar. Hauptaugenmerk liegt auf dem sehr gut erhaltenen Konvolut zum Handbuch „Das Deutsche Theater“, das im Auftrag von Albert Speer, dem Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, seit 1939 erarbeitet wurde. Das Standardwerk sollte eine detaillierte architektonische und bühnentechnische Beschreibung sämtlicher Theaterbauten des damaligen „Großdeutschen Reiches“ enthalten, kam allerdings nie zur Veröffentlichung.

Für die Erschließung der über 500 historischen Glasplatten aus dem Nachlass von Prof. Friedrich Kranich, die zum großen Teil unkatalogisiert und ohne inhaltliche Hinweise zu uns kamen, konnten wir im letzten Semester eine neue hochschulübergreifende Kooperation mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin aufbauen: Herr Dr. Jammerthal und seine Studierenden haben im Seminar “Aktuelle Arbeitsfelder objektbasierter Theaterhistoriografie“ unsere Theaterbausammlung untersucht, praxisnah den Umgang mit Objekten kennengelernt und wertvolle Recherche-Ergebnisse für den Erfassungsprozess erarbeitet.

Einen zweiten Schwerpunkt der Theaterbausammlung bildet der umfangreiche Fotonachlass des Architekten Gerhard Graubner mit seinen Theaterbauten. Neben Wettbewerbsentwürfen aus den 1950er und 1960er Jahren sind dort vor allem bekannte Nachkriegswerke wie das Schauspielhaus Bochum, das Schauspielhaus Wuppertal und viele andere seiner Bauten dokumentiert. Erfreulicherweise wird dieser Fotonachlass zurzeit mit seinem Plan- und Büronachlass zusammengeführt, der bereits vor einigen Jahren im Architekturmuseum digitalisiert werden konnte. Bis Ende Januar 2018 werden wir den Bestand gänzlich erfasst haben und online abrufbar machen.

Am 11. Juli 2017 präsentiert Projektleiterin Franziska Ritter mit ihrem Vortrag “Mapping Theatre Architecture” das Projekt in Oxford (UK) auf der Digitizing the Stage Conference auf internationaler Ebene. Im Interview mit der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland gibt sie Auskunft über Hintergründe, die Bedeutung der Sammlung für Forschung und Lehre und über zukünftige Anknüpfungspunkte. Die jüngste Veröffentlichung von Prof. Dr. Bri Newesely, Franziska Ritter und Olivia Danilsen zum Thema “Theatrale Kartografien für Berlin” ist soeben druckfrisch in der Fachzeitschrift Vierte Wand #007 erschienen (online ab Seite 66 nachzulesen). Auch auf der internationalen Stage Set Scenery Messe in Berlin ist das Projekt im Juni der Fachwelt im Kongressprogramm vorgestellt worden.

Last but not least: neu im Team begrüßen wir Julia Kleinschmidt, die als zweite studentische Hilfskraft unser Projekt seit März 2017 bereichert.

Infos zum Projekt: http://www.tu-buehnenbild.de/forschung/theaterbausammlung/
Projektleitung / Kontakt: Franziska Ritter

 

Lecture: Von der Idee zur Ausstellung

Lecture: Von der Idee zur Ausstellung

Von der Idee zur Ausstellung
Lecture von Stefan Nowak, Szenograf und Projektmanager

Donnerstag, 4. Mai 2017 um 19 Uhr
Studio 484 des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum

Stefan Nowak stellt fünf seiner Ausstellungsprojekte und deren sehr unterschiedlichen Entstehungsgeschichten vor. Erstens: Woher kommen die Ideen? Zweitens: Wieviel Strategie ist notwendig, wieviel Intuition und wieviel Interpretation ist erlaubt? Drittens: Wieviel Bier braucht man für eine gute Ausstellung? Viertens: Welche Parameter sind bei der Gestaltung zu berücksichtigen? Fünftens: Ist Geld wichtig?

Stefan Nowak studierte Parfümerie und Lebensmitteltechnologie in London und Lemgo, anschließend Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt bei Christof Gassner und Peter von Kornatzki und an der Fachhochschule Düsseldorf bei Klaus Hesse und Uwe Loesch. Gemeinsam mit Petra Knyrim ist er seit 1994 Geschäftsführer des Designbüros nowakteufelknyrim (NTK) für Kommunikation und Ausstellungsdesign in Düsseldorf. nowakteufelknyrim zeichnet sich unter anderem verantwortlich für die Dauerausstellung im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank Frankfurt, für das Museum der Badekultur in Zülpich, für die Neugestaltung der Abteilung Fotografie und Film im Deutschen Museum sowie für innovative Leit- und Orientierungssysteme, u.a. für die Stadt Düsseldorf und die Universitätsbibliothek Münster.
Seit 1996 unterrichtet Stefan Nowak Informationsdesign und Ausstellungsgestaltung wechselnd an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, zuletzt an der Universität Wuppertal und der Hochschule Hildesheim (2016). Bekannt geworden ist er vor allem durch Workshops und Veröffentlichungen zum Thema Orientierung und Kommunikation im Raum.

http://www.n-t-k.de
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