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Mineralogische Sammlung

Dozenten: Tom Duncan und Noel McCauley mit Kerrin Klinger und Franziska Ritter

Die Mineralogische Sammlung der TU Berlin blickt auf eine über 230-Jährige Geschichte zurück und zählt heute zu den 5 größten und mineralogisch bedeutendsten Sammlungen Deutschlands – mit über 100.000 inventarisierten und katalogisierte Stücken, auch historischen Instrumenten zur Mineraluntersuchung, hölzernen Kristallmodellen sowie faszinierenden Mineralienzeichnungen. Die aktuellen Planungen sehen eine Neukonzeption einer Dauerausstellung im Ausstellungs-Pavillon auf dem Campus der TU Berlin vor. Aus diesem Anlass wurden im Rahmen eines studentischen Ideenwettbewerbes unter Leitung der Dozenten Tom Duncan und Noel McCauley mit Dr. Kerrin Klinger und Franziska Ritter verschiedene gestalterische Szenarien mit 12 Studierenden des 1. und 3. Semesters entwickelt. Ziel war die Entwicklung eines kuratorischen und szenografischen Konzepts für eine zukunftsweisende Präsentation der mineralogischen Sammlung, zugleich sollte die Geschichte der Universität, wie auch die zukünftige Wirksamkeit der Sammlung als Ort von Lehre und Forschung für eine breite Öffentlichkeit angesprochen werden.

MEILENSTEINE
Oliver Burkhardt, Amina Nouns, Martin Siemann
Die Ausstellung der Mineralogischen Sammlung der Technischen Universität Berlin zeigt anhand von Hunderten von Schmuckstücken der Natur sowohl die faszinierende Schönheit von Kristallen als auch die weitreichende Bedeutung kristallografischer Forschungen. Auf 350qm flexiblem Ausstellungsraum, der sich in jegliche Architektur integrieren lässt, tauchen unsere Gäste in die facettenreiche Welt der Mineralien und Kristalle ein. Partizipationsformate ermöglichen einem breiten Publikum einen nahbaren Zugang und nehmen es, anhand von Meilensteinen der technischen Entwicklung und der TU Berlin, mit auf eine Reise durch die Mineralogie. Zahlreiche interaktive Exponate vermitteln spielerisch Wissen und geben Antworten auf die Frage was Mineralien eigentlich mit uns zu tun haben. In der erlebnisreichen Gesamtgestaltung wechseln sich Wissensvermittlung und szenografische Highlights ab. Die atmosphärische Inszenierung von Berlins größtem Meteoriten bringt das Universum zum Greifen nah und inmitten einer raumgreifenden Projektion wird die Entstehung von Kristallen zu einem einmaligen medialen Ereignis.

ANNÄHERUNG MINERALIEN – DIE REISE
Alejandra Alarcón, Cecilia Nercasseau
Diese Reise beginnt mit dem Meteoriten als Metapher für die Annäherung des Besuchers an das Hauptthema Mineralien. Der Besucher geht vom „Makro“ aus – dem Großformat, dem Allgemeinen, der Geschichte der Sammlung um den Planeten Erde gestaltet als geologischen Globus – um dann spiralförmig in das „Mikro“ einzutauchen – in die Zusammensetzung der Materie, um den Alltag auf der Erde zu verstehen. Diese Bewegung steht auch für die Analogie des Prozesses, den forschende WissenschaftlerInnen machen: mit scharfem Blick untersuchen sie die Fragen der Natur und entwickeln dann die Gegenwart zu einer erstrebenswerten Zukunft. Aus diesem Grund ist das Projekt in 3 Zustände unterteilt: Entdeckung, Beobachtung und Entwicklung.Die „Entdeckung“ von etwas geht immer mit einem bestimmten Kontext und einer bestimmten Zeit einher. So wird Geschichte geschrieben. In diesem Bereich haben wir also den kulturellen und politisch-geschichtlichen Teil der Sammlung, mit der wissenschaftlichen, geologischen Sicht der Erde als riesiges Mineralienensemble kombiniert. Die „Beobachtung“ beginnt mit der Definition und Anerkennung des Entdeckten. Spezifische Werkzeuge werden verwendet, um die Struktur, das Verhalten, die Reaktionen des Minerals zu verstehen und in das zu übersetzen, was wir normalerweise sehen. Die „Entwicklung“ beginnt mit etwas bereits Bekanntem, aber nicht vollständig Entdecktem, das in verschiedene Richtungen wachsen kann, nimmt all das Wissen, das wir in den früheren Phasen erworben haben, und nutzt es, um neue Technologien zu entwickeln und unser Leben in verschiedenen Bereichen zu verbessern. Die Ausstellungsarchitektur kreiert eine spannende Reise durch die naturwissenschaftlichen Themen der Mineralogie und integriert eine Präsentation aktueller Forschungsarbeiten der TU Berlin.

THE JOURNEY
Kuan-Jung Lia, Takayoshi Goto und Victoria-Tabata Schröder
Die Ausstellung „THE JOURNEY“ bietet einen atmosphärischen Einstieg in das weite Themenfeld der Mineralien – in ihre Entstehung, den Abbau, ihre kulturelle Bedeutung und ihre Formenvielfalt. Höhepunkte der Ausstellung sind die Inszenierung eines Bergwerksstollen als Eingangssituation mit haptischem Erlebnis, das Pyrit-Spiegelkabinett, welches den Besucher ins multivariante Herz eines Minerals führt, sowie das Mitmachlabor, in dem Jung und Alt selbst zu GeologInnen werden können. Das Ausstellungskonzept basiert im Wesentlichen auf der Abfolge von einprägsamen Raumerlebnissen, die anhand von interaktiven, multimedialen Stationen geschaffen werden. Die gesamte Ausstellung befindet sich unter der Erde und ist atmosphärisch einer Reise zum Mittelpunkt der Erde nachempfunden. Die Wände greifen hierbei im Verlauf des Ausstellungsrundgangs die Entwicklung des Steins vom unbehauenem Urzustand bis hin zu polierten Kacheln auf. Ziel ist es, den Besucher zu überraschen, interaktiv zu fordern und ihn nachhaltig zu beeindrucken.

MINERALOVERSUM
Katsiaryna Filist, Suriya Poieam, Julius Kirchner
Der Eintritt in die Ausstellung soll für die BesucherInnen zur Schwelle in die faszinierende, spannungsreiche und vielschichtige Welt der Mineralien werden. Über zwei Etagen und fünf Ausstellungsräume erhalten die BesucherInnen in jedem Raum Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit der MineralogInnen an der TU und erleben stimmungsvoll inszenierte Exponate in einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Nachdem im ersten Abschnitt der Ausstellung didaktisch Wissen vermittelt wurde, gelangt man in den Hauptraum, der sich über beide Stockwerke erstreckt. Dort steht das absolute Highlight: Eine acht mal zehn Meter große Vitrine, in der sich die Mineralogische Sammlung in ihrer wundervollen Vielfalt aus hunderten Exponaten offenbart und entfalten kann. Dieser Raum dient nicht nur der Wissensvermittlung, sondern kann darüber hinaus als einzigartiger und repräsentativer Event-Space genutzt werden. Nach der Ausstellung bietet das „Café Kristall“ den BesucherInnen die Möglichkeit zum Verweilen. Auf Tassen, Tellern, Tischen, etc. erhält man hier außerdem Informationen über Mineralien im Alltag.

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