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STANDARD – Bauhausfest Dessau 2018

Kooperation: Stiftung Bauhaus Dessau Dozenten: Franziska Ritter, Claudia Rohner

Zum diesjährigen Bauhausfest 2018 mit dem Titel „Gelb gewinkelt“ haben unsere Studierenden zum Jahresthema „STANDARD“ erneut szenografische Spielräume, Installationen und Performances konzipiert. Als interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit der Stiftung Bauhaus Dessau wurden ebenso Synergien mit den Studiengängen Architektur und Urban Design der TU Berlin, dem Studiengang für Zeitgenössisches Puppenspiel der HfS Ernst Busch Berlin und dem Studiengang Choreographie des Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) ausgetauscht. In interdisziplinären Teams wurden acht Projekte im Spannungsfeld von Material, Raum und Körper und in der Auseinandersetzung mit dem Thema Standard entwickelt und realisiert.

Das Bauhausfest hat stattgefunden vom 31. August bis 1. September 2018.
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Dozentinnen: Claudia Rohner und Franziska Ritter
in Kooperation mit Prof. Ingo Reulecke (HZT M.A. Choreography) und Prof. Astrid Griesbach (HfS Berlin Abteilung Zeitgenössisches Puppenspiel)

Die Projekte des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum im Überblick:

Bubbles
Installation und Performance
Gelbe Bubbles im Treppenhaus. Im winkligen Weiß des Bauhauses, sich gegenüber und zwischen den Menschen. Betrachter werden mit Material und Substanz konfrontiert. Die Bubbles beeinflussen die Reaktion einer Person auf physischer und mentaler Ebene. Personen steigen in das Innere. Während des Aufenthalts benutzen sie verschiedene Gegenstände und Medien. Sie nehmen Kontakt zu sich, den Menschen und der Architektur um sie herum auf.
Konzeption, Performance: Malte Hirsbrunner (TU Berlin), Michiyasu Furutani (HZT Berlin)

StandART
Installation und Performance
Eine Arbeit über Konstruktion und Dekonstruktion, Formation und Deformation,Symmetrie und Asymmetrie, Standard und De-Standardisierung. Alles um uns ist genormt, bedient sich einer etablierten, standardisierten Methode. Möbel, Werkzeuge, Fenster, Kleidung, Autos, Straßen… Der menschliche Körper ist die Vorlage, das Maß all dieser Dinge. Es entsteht eine Norm, obwohl kein Körper dem anderen gleicht. Was bedeutet das für die Individualität? Eine Performance in der Raum und Körper sich den Standard zu eigen machen, die Norm benutzen, das Maß verändern, erweitern und reduzieren.
Idee, Szenografie: Mila Jovic (TU Berlin)
Choreographie, Performance: Maria Rutanen (HZT Berlin), Marie Baumgarten (HfS Berlin Regie)

Notation
Interaktive Installation und Performance
Die Benennung, das Festhalten, symbolische Zeichen.
Kommt und hinterlasst eure Spuren.
Kommt und kreiert eine Erinnerung.
Kommt und teilt mit uns den Raum.
Die interaktive Installation öffnet einen Raum, um Spuren zu hinterlassen und sie zu verschenken.
Idee, Umsetzung: Linda Rodenheber (TU Berlin), Dina Sennhauser (HZT Berlin)

Temple of Sun
Rauminstallation und Performance
Der Sonnentempel – einer der heiligsten Orte in vielen Kulturen, weltweit. Die Sonnengötter – die mit gleißenden Strahlen die Erde und die Menschheit erleuchten: Ra, Inti , Surya, Canaria, Mallorca, Compostella …
Was ist uns heute heilig? Explore it, discover it, be insipried! Come to where the flavor is! Treten Sie ein, in eine Welt voller Kontraste, Gold, gelbem Farbenspiel. Eine Reise durch verwinkelte Formen, gleißendes Licht und beißende Fragen. Zelebrieren Sie mit uns das warme Gefühl auf der Haut, ein Miteinander zur Verehrung des Lebens. Schmelzen Sie dahin!
Konzeption, Szenografie: Alejandra Alarcón, Hsin-Ying Ho (TU Berlin)
Choreographie, Performance: Maria Rutanen, Marie Baumgarten (HfS Berlin Regie)
Sound: Cecilia Gibson, Claudia Squella

Narcissus
Rauminstallation und Performance
Ein klassisches Modell-Künstler-Szenario, übertragen in eine räumliche Performance mit überraschendem Ausgang, auf den Spuren von Architekt und Bauhäusler Ernst Neufert. Zwischen Alltag und Beruf, zwischen Wohnung und Betrieb – Tausende von Handlungen, Abläufen und Verhaltensweisen. Wie bewegen wir uns, wenn wir allein sind und wie, wenn wir um die Aufmerksamkeit Dritter wissen? Nutzen wir Routinen als Standards, die wir gar nicht mehr bemerken? Bewusst und unbewusst verfallen wir in Muster und unterliegen dabei Regeln, die wir uns selbst und andere für uns setzen. Wir definieren uns durch unsere Individualität – und sind doch längst vermessen, verglichen und standardisiert.
Konzeption, Szenografie: Lisa Violetta Thürer (TU Berlin), Marie-Louise Leeck (TU Berlin)
Choreographie, Performance: Jasminka Stenz (HZT Berlin), Lisa Violetta Thürer und Marie-Louise Leeck

Labor der zukunftsorientierten Forschung zur Optimierung des Menschen
Installation und Puppenspiel
Schon Professor Neufert, Professor Gropius oder Professor Schlemmer wussten angesichts der heutigen technischen Fortschritte von den außerordentlichen Möglichkeiten, den Menschen zu bereichern. Wir laden Sie ein, in unserem Labor spielerisch an der Steigerung der Leistungsfähigkeit des Menschen mitzuforschen. In einer Performance mit Puppe im Labor für zukunftsorientierte Forschung zur Optimierung des Menschen, können Sie die neuesten Errungenschaften entdecken. Zwei Wissenschaftler und ein lebloses Wesen suchen unermüdlich nach neuen Standards, um die vorherrschende große Rückständigkeit zu überwinden. Erwecken wir gemeinsam den neuen Menschen zum Leben, führen wir ihn als Homo Digitalis in eine neue Epoche!
Konzeption, Szenografie, Performance: Oliver Burkhardt (TU Berlin), Maria Dietze (HfS Berlin Puppenspiel)
Mann für alle Fälle und Best Operator Ever: Hilmar Prüss
Mit freundlicher Unterstützung der Fachgebiete Verfahrenstechnik, Bionik und Evolutionstechnik der TU Berlin, Evo Logics GmbH, Studiengang Theater und Veranstaltungstechnik der Beuth Hochschule für Technik Berlin

Brustwarzen
Installation und Performance
Die gelbe Farbe der Zitrone breitet sich rollend aus und wird durch den sauren Geruch der Frucht jäh wieder zusammengezogen. Am Anfang ist Ordnung, dann kommt durch die passierenden Menschen eine Unordnung hinein, die zu einer sich ständig bewegenden Choreographie wird, bis zum Ende. Was ist Zeit? Unsere Zeitwahrnehmung ist genau wie die Ordnung der Zitronen ständig in Bewegung. Wir brauchen die Uhr, um genau im standardisierten Rhythmus zu bleiben, sonst fallen wir aus der Ordnung heraus.
Konzeption, Performance: Jasminka Stenz (HZT Berlin)

Freischwinger 120 – Duett
Bewegungsperformance
Ein Stuhl. Ein Mensch. Zusammen kreieren sie ein neues Verständnis voneinander – einen neuen Standard, bei dem Körper, Objekt, Architektur und Geometrie ineinander übergehen. Stuhl und Mensch benötigen einander. Sie sind aufeinander angewiesen. Die Verflechtungen entwickeln sich durch Zeit und Verlangsamung von Bewegung. Langsam wird der Mensch mehr zum Stuhl und der Stuhl mehr zum Mensch, die Grenzen verschwimmen.
Konzeption, Performance: Niels Weijer (HZT Berlin)

 

(c) Fotos: Franziska Ritter, Marie-Louise Leeck

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