Close

Archive for category: Vortrag

Vortrag 7.12. Brigitte Fischer: Interaktive Exponate in Ausstellungen

Der Vortrag untersucht das Museum in seiner räumlichen Dimension.
Exponat, Erzählung und Raum bilden die Szene. Welche Rolle hat der Besucher?
Der Begriff des interaktiven Exponats wird dabei weit gefasst.
Es geht um den Dialog zwischen Betrachter und Objekt.
Aktivierende Elemente und Elemente der Partizipation liegen im Interesse der Untersuchung.
Eigene Projekte werden hierzu genauer hinterfragt, weitere Beispiele interaktiver Kunst und partizipativer Vermittlung werden vorgestellt.

Brigitte Fischer, Architektin
Studio Fischer Ausstellungsgestaltung

Termin: Dienstag, 7.12.2021 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum,
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links

Anmeldung zum Vortrag unter kontakt@tu-buehnenbild.de
Bitte beachten Sie, dass der Vortrag unter 2G Bedingungen stattfindet.

 

Abbildung: Geschichtsgalerie Flughafen Tempelhof,
Wettbewerb Staab Architekten, Fischer Ausstellungsgestaltung

Vortrag: Rundflug über die Trends interaktiver Exponate

Julia Ellrich und Katharina Loderstädt

Was wir lieben, sind smarte einfache Lösungen, bei denen die Leute neugierig werden mehr zu erfahren. Unsere interaktiven Exponate und Interventionen sollen im besten Fall Denkanstöße sein.

Was wir nicht gut finden, sind zu viele sinnlos eingesetzte Medien und Screens, die im Grunde nur den Raum erhitzen.

Wir finden es toll, wenn etwas super aussieht, finden aber, dass nur super Wichtiges auch super groß sein sollte.

Wir möchten euch auf eine Tour durch die Trends interaktiver Exponate mitnehmen.

Unsere Tour durch die Trends interaktiver Exponate beginnen wir mit einem kurzen historischen Abriss. Wann kam die Idee der interaktiven Exponate das erste Mal im Ausstellungskontext auf? Wie sahen die Interaktionen damals aus? Im Zentrum unseres Vortrags stehen die Trends interaktiver Exponate der letzten 10 Jahre. Wir stellen diese Trends vor, zeigen ihre Entwicklung auf, erklären das Potenzial und beleuchten auch die Probleme. Abschließen werden wir unseren Vortrag mit unseren persönlichen Erkenntnissen. Wie entwickeln WIR interaktive Exponate. Welche Lektionen haben wir gelernt und verinnerlicht. Alle diese Erfahrungen wollen wir in einen kompakten Baukasten für die Entwicklung interaktiver Exponate packen und euch überlassen.

Termin: 17.11.2021 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum,
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)

Julia Ellrich – Art Director Konzept
Qualifikationen: Dipl. Des. Industriedesign (FH)
Skills: Ausstellungskonzept, Ausstellungsdesign und Interaction Design
Erfahrungen: Von 2008 bis 2018 bei TRIAD in der Abteilung Interaktive Exponate als Creative Director und Production Manager u.a. verantwortlich für alle interaktiven Exponate für das Deutsche Fußballmuseum und das FIFA World Football Museum. Seit 2018 als Art Director Concept im Team von Archimedes Exhibitions u.a. verantwortlich für die Ausstellung zur Künstlichen Intelligenz auf der MS Wissenschaft 2019 für das Bundesministerium für Bildung und Forschung; die Wanderausstellung “Faszination Gehirn – the Human Brain Project” für das Forschungszentrum Jülich sowie das Innovations- und Erlebniszentrum “Mooncity” für die Porsche Holding in Salzburg, HNF Informatik Ausstellung für Kinder.

Katharina Loderstädt – Interaction Design und Exponatentwicklung
Qualifikationen: B.A. Interface Design
Skills: Interaktionsdesign, Konzept und Storyboards für Medieninstallationen und interaktive Exponate, Konzeption und Leitung von Workshops
Erfahrungen: Seit 2009 bei ARCHIMEDES EXHIBITIONS GMBH im Bereich Interactions design.
Interaktionsdesign für den preisgekrönten digitalen Behandlungstisch “SimMed” (ein Forschungsprojekt zu eLearning in der Medizin zusammen mit der Charité Berlin). Gestaltung der Interaktionen und der interaktiven Exponate für die Dauerausstellung des Museums für Kommunikation Frankfurt; Konzept für die Ausstellung zur Künstlichen Intelligenz auf der MS Wissenschaft 2019 für das Bundesministerium für Bildung und Forschung; und Design und Storytelling für die Erlebniswelt “Mooncity” der Porsche Holding, HNF Informatik Ausstellung für Kinder.

LECTURE 13.02. Gesa von Grote: Raum I Objekt I Licht

Lichtdramaturgie und Objektinszenierungen in Ausstellungen

Szenografie dient der Inszenierung von Inhalten. Ideen, Geschichten und Dinge werden zu einer räumlichen Dramaturgie, die die Sinne anspricht und im besten Fall Emotionen hervorruft. Szenografie nutzt alle Mittel der Raumbildung, um Themen und Artefakte in Szene zu setzen. Zu den Instrumenten gehören eine gliedernde Architektur und Ausstellungsgrafik ebenso wie die immaterielle Sprache von Medien und Licht für Objekte jeder Art.

Licht im Museums- und Ausstellungsraum ist ein komplexes Gebiet in der Lichtplanung. Es müssen nicht nur der umgebende Raum, sondern vorrangig die Objekte zur Geltung kommen, bei gleichzeitiger Integration von Lösungen für deren Schutz und Erhaltung sowie der optimalen Wahrnehmbarkeit der Objekte durch die Betrachter. Durch eine geschickte Kombination aus Tageslicht, Raumlicht und Ausstellungslicht  entwickelt Gesa von Grote optimale Lichtdramaturgien. Mit einem hohen ästhetischen Anspruch werden somit Objektinszenierungen und Lichträume geschaffen und dem Betrachter neue Perspektiven der Wahrnehmung eröffnet.

Termin: 13.02.2020 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum,
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)
(Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich)
Link zur Facebook-Veranstaltung

Please note: Ab 17 Uhr findet der OPEN DAY statt, Ateliers sind offen, Projekte des Studiengangs werden vorgestellt, das Bewerbungsverfahren wird vorgestellt, alle Fragen rund ums Studium beantwortet.

Gesa von Grote ist Architektin und Szenografin. Nach ihrem Architekturstudium an der RWTH Aachen, der École d’architecture de Paris-La Défense und der Hochschule der Künste Berlin arbeitet sie seit 2005 mit dem Ausstellungsmacher Stefan Iglhaut zusammen, seit 2010 unter der Firmierung IGLHAUT + von GROTE. Zusammen mit ihrem interdisziplinären Team entwickelt sie Konzepte und Projekte im Bereich Kulturgeschichte, Wissenschaft, Kunst und Markenwelt und realisiert hierfür narrative Räume sowie mediale Architekturen. Für ihre Präsentationskonzepte gehen umgebender Raum, Ausstellungsarchitektur, Grafik, Medien, Licht und Objektwelt eine Verbindung ein.

Bild 1: Ausstellungsschiff MS Wissenschaft „Die digitale Gesellschaft“. Netzwerk aus Leuchtschnüren
@Gesa von Grote

Bild 2: Deutsches Musikarchiv in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig. Großvitrine mit abgehängten Objekten, hervorgehoben durch Akzentlicht
@ Iglhaut + von Grote

LECTURE 23.10. Klaus Grünberg: Landstraße. Ein Baum. Abend.

Klaus Grünberg berichtet über eigene Arbeiten und Arbeitsweisen. Für ihn ist Szenografie nur auf den ersten Blick eine visuelle Kunst. Über das szenografische Komponieren, die autonome Rolle der Szenografie in einer Theaterproduktion und wie langweilig es wäre, wenn alle gleichzeitig die gleiche Geschichte erzählten. Über Techniken, die einen Entwurf vom Künstler entfernen, die die Hand des Künstlers verschwinden lassen und den Zufall zum Designer machen. Was das Entwickeln eines Bühnenbilds mit dem Gestalten eines Gartens zu tun haben kann.

Termin: 23.10.2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum,
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)
(Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich)
Link zur Facebook-Veranstaltung

Bühnenbild und Licht
Klaus Grünberg stammt aus Hamburg, studierte Bühnenbild bei Erich Wonder in Wien und arbeitet seitdem als freier Bühnenbildner und Lichtdesigner an Theatern und Opernhäusern in Europa sowie in Kuwait und Buenos Aires. Gemeinsam mit dem Komponisten und Regisseur Heiner Goebbels entstanden seit den neunziger Jahren mehrere Musiktheaterprojekte, seit langem arbeitet er mit den RegisseurInnen Tatjana Gürbaca und Barrie Kosky und anderen zusammen. 1999 eröffnete Klaus Grünberg das MOMOLMA (museum of more or less modern art).
Weitere Informationen und Bilder auf: www.klausgruenberg.de

LECTURE 09. Mai: Text I Raum I Bühne I Spiel

Bei den Konzeptionen für die Einrichtung des eigentlich leeren Raums für eine Theateraufführung interessiert zunächst das Verhältnis von Bühne und Zuschauer. Die Form der Einrichtung einer Bühne in einem konkreten Theaterraum ist immer abhängig vom Charakter des Textes in seiner historischen Zeit und den Gewohnheiten der Schauspieler und deren Zuschauer. Beispielhaft befragt der Vortrag die Konsequenzen auf das szenische Spiel und die Authentizität der Aufführung. An der Berliner Schaubühne hat Jan Pappelbaum den idealen universellen Theaterraum, in dem er seine Erkenntnisse konsequent in die Bühnen weiterer Aufführungen miteinbezieht. Im Vortrag berichtet der Ausstattungsleiter von seinen Erfahrungen und macht sein Interesse an der Selbstverständlichkeit einer zeitgenössischen Ästhetik durch die Recherche und Verwendung von konkreten Materialien und Situationen aus dem Alltag, anhand dokumentarischer Fotoaufnahmen nachvollziehbar.

Vortrag: Jan Pappelbaum

Donnerstag, 09. Mai 2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstraße 76, 13355 Berlin
Eintritt frei, Vortrag in deutscher Sprache
Facebook Link

_

Jan Pappelbaum wurde 1966 in Dresden geboren und studierte im Anschluss an seine Maurerlehre bis 1993 Architektur in Weimar. Zunächst als freischaffender Bühnenbildner tätig wird er 1999 Ausstattungsleiter an der Schaubühne Berlin, wo er für die Gestaltung von mehr als fünfzig Bühnenbildern und Einrichtungen von Bühnenräumen verantwortlich ist. Parallel dazu entstanden freie Bühnenbilder u.a. an Opernhäusern und Ausstellungsarchitekturen in Frankfurt und Dresden.

 

 

 

LECTURE 17. April: Schnittstellen – Ausstellungsregie zwischen kuratorischer und szenografischer Praxis

Nimmt man Ausstellungen als eigenständige Medien ernst, so wird deutlich: mit jeder Ausstellung entsteht aus den beteiligten Akteuren – aus Konzepten, Objekten/Sammlungen, Texten, Räumen, Tönen, Installationen, Personen etc. – etwas unverwechselbar Neues. Ausstellungen zeigen etwas, das auf andere Weise gar nicht sichtbar werden kann, also eben der spezifischen Logik genau dieses Mediums geschuldet ist. Was ist das für eine Logik und was sind vor diesem Hintergrund die Herausforderungen an die kuratorische und szenografische Arbeit?

Die These ist, dass die Auffassung von Ausstellungen als eigenständige Medien nicht ohne den Begriff der Regie auskommt: Eine Regie, die zwischen den höchst unterschiedlichen Beteiligten Verhältnisse herstellt, zwischen ihren Ansprüchen auf Repräsentation vermittelt, zwischen inhaltlich-wissenschaftlichem Konzept und ästhetisch-räumlichen Gestaltungen Übersetzungsmöglichkeiten auslotet und im Sinne einer Gesamtregie bestimmte Setzungen vornimmt. Der Vortrag umkreist den Begriff der Ausstellungsregie anhand von Beispielen und stellt die Schnittstelle zwischen kuratorischen und szenografischen Praktiken zur Diskussion.

Vortrag: Prof. Nicola Lepp

Mittwoch, 17. April 2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstraße 76, 13355 Berlin
Eintritt frei, Vortrag in deutscher Sprache
Facebook Link

Nicola Lepp ist Kulturwissenschaftlerin und Ausstellungsmacherin und seit 2015 Professorin für Kultur und Vermittlung an der Fachhochschule Potsdam. Ausstellungen u.a. GRIMMWELT, Kassel 2015; Museum der Gefäße Humboldt Lab Dahlem, Berlin 2013; PSYCHOanalyse. Sigmund Freud zum 150. Geburtstag, 2006; Der Neue Mensch. Obsessionen des 20. Jahrhunderts, 1999. Forschungsschwerpunkte sind u.a. Theorien und Praxen der Dinge und des Ausstellens sowie einekritische Vermittlungstheorie des Museums.

Foto © Jan Bitter

LECTURE 2. April: CyberRäuber TRANSFORMING THE STAGE – VR/AR im Theater

LECTURE 2. April: CyberRäuber TRANSFORMING THE STAGE – VR/AR im Theater

In den letzten zwei Jahren ist es dem Künstler Marcel Karnapke mit CyberRäuber gelungen, Theatererfahrungen, Bühnen und Akteure in die virtuelle Realität umzusetzen. VR hat jedoch weitaus umfassendere Auswirkungen, die dazu beitragen können, die Theaterbühne zu verändern und das Schauspiel, wie wir es heute kennen, zu erweitern. Unmögliche Bühnenbilder zu bauen und die physische Welt mit virtuellen Objekten und Räumen zu verschmelzen, ist nur der Anfang. Der Vortrag wird erläutern, wie Akteure neue Ausdrucks- und Interaktionsmöglichkeiten mittels VR nutzen und gleichzeitig die Bühne verändern.

Lecture: Marcel Karnapke (CyberRäuber)
Dienstag, 2. April 2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstraße 76, 13355 Berlin
Die Vorlesung findet in englischer Sprache statt, freier Eintritt
Link zum Facebook Event 

Die heutigen Virtual- und Augmented-Reality-Technologien neigen dazu, die Zukunft vieler verschiedener Bereiche und Branchen zu verändern, vor allem der Unterhaltungsindustrie. In diesem Vortrag befassen wir uns mit Konzepten, Ideen und Erfahrungen der letzten zwei Jahre, die das Potenzial haben, die Theaterbühne durch den Einsatz dieser neuartigen Technologien auf unkonventionelle Weise zu verbessern und zu transformieren. Im Theater ging es in gewisser Weise schon immer darum, künstliche Welten durch den Einsatz von Erzählungen und Visionen in Form von unterschiedlichen Bühnenbildern zu schaffen, um dem Publikum eine Vorstellung von Präsenz innerhalb des Spiels zu vermitteln. Aufbauend auf diesen Vorstellungen werden wir uns fragen, was virtuelle und erweiterte Realität dazu beitragen kann, insbesondere in Kombination mit etablierten Bühnenabteilungen wie Licht, Audio- oder Videoprojektion.
Wir werden über Ideen sprechen, die das gebaute physikalische Bühnenbild zusammenführen und in eine raumoffene Ebene der Möglichkeiten transformieren. Schließlich werden wir uns mit den Auswirkungen auf die Akteure und die Regisseure befassen – ist es möglich, die Lücke zwischen der Komplexität der Technologie zu schließen, um eine Schnittstelle für die nicht technisch versierte Zielgruppe zu schaffen?

The Memories of Borderline – Trailer
Ars Electronica – Pitoti Prometheus
Ars Electronica – Memories of Borderline
Die Deutsche Bühne – Digitale Erzähler
Süddeutsche Zeitung – Als eine digitale Anstalt

Foto © CyberRäuber

Der Vortrag ist Teil des Workshops “Im/materielle Theaterräume” der DTHG e.V. (Deutsche Theatertechnische Gesellschaft) im Rahmen des Projekts “Theaterlandschaft”, unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

LECTURE Tom Duncan: Gestalten für Erlebnisse – Raum, Erzählung, Partizipation

LECTURE Tom Duncan: Gestalten für Erlebnisse – Raum, Erzählung, Partizipation

Die Planung eines Museums, einer Ausstellung oder eines Kulturerbes erfordert multidisziplinäres Denken und einen Ansatz, der sowohl räumliche als auch zeitliche Qualitäten berücksichtigt. Der Vortrag von Tom Duncan beleuchtet Projekte des Studios Duncan McCauley und gibt Einblick in die Gestaltung narrativer, sequentieller Räume und die Entwicklung eines sinnvollen und lohnenden Besuchererlebnisses. Zu den vorgestellten Projekten gehören u.a. das neue Besuchererlebnis in der”Burg Vischering” bei Münster in Deutschland und die Ausstellung ”Diana: Her Fashion Story” im Kensington Palace, London.

Vortrag: Mittwoch, 16. Januar 2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum,
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Vortrag in englischer Sprache
Link zur Facebook-Veranstaltung
_

Tom Duncan ist Architekt und Museumsgestalter. Er ist Gründungspartner des Studios Duncan McCauley Berlin, das sich auf Design und Planung von Museen und Kulturerbestätten spezialisiert hat. Zu den kürzlich abgeschlossenen Projekten gehören “Diana: Her Fashion Story” im Kensington Palace London, und die Ausstellung “Botticelli Reimagined” im Victoria & Albert Museum London. Tom Duncan verbindet berufliche Praxis mit akademischer Forschung und Lehre, z. B. an der UDK Berlin, der TU Berlin, NYU und Central St. Martins London. Seine Forschung im Bereich der Masterplanung für Museen und historische Stätten konzentriert sich auf die räumlichen, strategischen und narrativen Anforderungen des Museumsumfelds.

Foto: Burg Vischering © Philipp Obkircher

 

LECTURE Stefan Nowak:  Form Follows Fiction – am 11. Dezember 2018

LECTURE Stefan Nowak: Form Follows Fiction – am 11. Dezember 2018

Die mannigfaltige Formensprache der gegenwärtigen Alltagsprodukte – ob Wasserkocher, Autos oder Häuser – strotzt vor allem durch Beliebigkeit. Alles scheint möglich! Der Wechsel vom Gebrauchsgegenstand zum Konsumprodukt vollzieht sich auch im Sprachgebrauch – Der Wasserkocher kocht zwar noch, das Auto fährt und das Haus ist bewohnbar, doch die üppige Form oder der kostenoptimierte Grundriss haben nichts mit der eigentlichen Funktion, dem äußeren Kontext oder den Vorstellungen der Nutzer zu tun. Bisweilen brauchte man an jedem Alltagsgegenstand ein Interface, einen Knopf, einen Hebel, deren Betätigung ein Feedback bei dem Nutzer erzeugt, um die Funktion und das Objekt im wahrsten Sinn des Wortes zu „Begreifen“. Nun werden die Produkte selbst zur Fiktion: Nackte schwarze, weiße oder silberne Kästen reagieren auf Zuruf oder werden zentral und aus jeder beliebigen Entfernung von einem kleinen leuchtenden Kästchen gesteuert.

Der Vortrag von Stefan Nowak beleuchtet diese Entwicklungen und stellt Fragen über unseren Umgang mit Produkten, über vergangene Designkonzepte und Ideologien und die Zusammenhänge von Funktionalismus und Fiktion, Design und Dogma. In dem gleichnamigen  Seminar am Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin wird diese Thematik zur Zeit vertieft und Mitte Februar 2019 in einer Studioausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Termin: 11.12.2018 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum,
Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)
(Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich)
Link zur Facebook-Veranstaltung

Stefan Nowak studierte Parfümerie und Lebensmitteltechnologie in London und Lemgo, anschließend Kommunikationsdesign an der Hochschule Darmstadt bei Christof Gassner und Peter von Kornatzki und an der Fachhochschule Düsseldorf bei Klaus Hesse und Uwe Loesch. Gemeinsam mit Petra Knyrim ist er seit 1994 Geschäftsführer des Designbüros nowakteufelknyrim (NTK) für Kommunikation und Ausstellungsdesign in Düsseldorf. nowakteufelknyrim zeichnet sich unter anderem verantwortlich für die Dauerausstellung im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank Frankfurt, für das Museum der Badekultur in Zülpich, für die Neugestaltung der Abteilung Fotografie und Film im Deutschen Museum sowie für innovative Leit- und Orientierungssysteme, u.a. für die Stadt Düsseldorf und die Universitätsbibliothek Münster.

Seit 1996 unterrichtet Stefan Nowak Informationsdesign und Ausstellungsgestaltung mit theamtischem Schwerpunkt zur Orientierung und Kommunikation im Raum – wechselnd an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, zuletzt an der Universität Wuppertal und der Hochschule Hildesheim und seit 2017 auch am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin.

© Installation “Truck” von Erwin Wurm, 2015

LECTURE 22.11.18 : Irreal. Real. Egal. – Mediale Bühnenräume

Mit ihrem Grundsatz „Irreal.Real.Egal.“ entwerfen Claudia Rohner und Clemens Walter mediale Bühnenkonzepte ohne sichtbare Projektionsflächen. Von dekorativen Elementen losgelöst, steht die Schauspieltauglichkeit der medialen Bühnenräume im Vordergrund.

Rohner und Walter arbeiten seit vielen Jahren in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Die grösstmögliche Verschmelzung der Disziplinen Szenografie und Videodesign ist das Ziel – Gelingt diese Symbiose, entstehen mediale Bühnenräume mit einer eigenwilligen Bühnenästhetik. Ob und wie ihre Haltung in die Realisation einfließt und welche Chancen und Gefahren die technisch aufwendigen Ausstattungen im Theater mit sich bringen, erläutern sie anhand von drei ausgewählten Arbeiten. Dabei wurden 2300 Meter LED-Leuchtband, tausende einzelne modifizierte und eingebaute Leuchtioden auf magnetischen Platten und ein Live-Greenscreen zum Einsatz gebracht.

Termin: 22.11.2018 um 19 Uhr (Eintritt frei)
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstrasse 76, 13355 Berlin, (Zugang: Hof 3, Aufgang H, 4. Etage links)

Claudia Rohner ist Szenografin und realisierte u.a.  Arbeiten für die Museumsnacht in Bern und die Expo 02 Schweiz. Von 2002 bis 2005 war sie als Hausbühnenbildnerin und Designerin am Deutschen Theater Berlin engagiert. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Roger Vontobel (z.B. Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Münchner Kammerspiele, Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Köln, Schauspiel Frankfurt, Théâtre de la Colline Paris, Maxim Gorki Theater Berlin). Seit 2015 unterrichtet sie an der TU Berlin am Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum und an der Hochschule in Hannover.

Clemens Walter arbeitet als Filmeditor und Videokünstler mit Schwerpunkt Theater. Seit 2004 realisiert er Projektionen und Live-Videos für Theaterstücke und arbeitete dabei unter anderem am Schauspiel Frankfurt, am Deutschen Theater Berlin und am Wiener VolkstheaterDie Theaterarbeiten von Clemens Walter umfassen vorproduzierte Filmsequenzen, Animationen, Live-Videos und 3D-Projektionsmapping. Es verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Roger Vontobel. Zuletzt realisierte er für Vontobel die Projektionen für die Wormser Nibelungenfestspiele 2018, bei denen zum ersten Mal der Dom mit Video bespielt wurde.

Fotos © Clemens Walter

 

Go and get grab your copy now!