Im Schatten der Präsenz – Ein Konzert der Stimmen

30 Jahre Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (TU Berlin)

Das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) an der TU Berlin feiert sein 30-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass bringt das ZIFG den Text-Zyklus “Im Schatten der Präsenz” auf die Bühne – ein vielstimmiges, poetisches Projekt über das Unsichtbare, das Störende, das Widerständige. Ein Stück, das Fragen stellt: Wer darf sprechen, wer bleibt im Schatten, und wo entsteht Präsenz gerade dort, wo sie nicht erwartet wird?

Studierende des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin erarbeiteten in einem kokreativen Prozess Bühnenraum und Kostüme und übernehmen Sprechrollen bei der Performance.

Aufführung am Freitag, den 13. Februar 2026 um 19:00 Uhr
im HAU Hebbel am Ufer, HAU1, Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Link zur Veranstaltung und Tickets (15 Euro /ermäßigt 9 Euro):
https://www.hebbel-am-ufer.de/programm/pdetail/30-jahre-zentrum-fuer-interdisziplinaere-frauen-und-geschlechterforschung-tu-berlin-im-schatten-der-praesenz-ein-konzert-der-stimmen

Acht Stimmen und ein Kontrabass erkunden, wie Erinnerung, Fürsorge und demokratisches Miteinander im Spannungsfeld von Gesetz, Macht und sozialer Norm erfahrbar werden. Die Geschichten handeln von Entrechtung, Abweichung und Überleben. Sie erzählen vom Schatten der Verwaltung, von der Würde des Menschen, von Fürsorge als Widerstand und von Zärtlichkeit als politischer Praxis – immer dort, wo Präsenz sich nur in den Zwischenräumen zeigt.

Das Projekt ist keine lineare Erzählung. Es ist ein Resonanzraum: ein Chor der Ungewählten, eine Musik der Unterbrechung, eine Einladung zuzuhören, auch in den Zwischenräumen, im Verborgenen. Wo Sprache bricht, wird Präsenz spürbar; wo Sichtbares fehlt, wirkt Widerstand.

Die Texte basieren auf Sabine_ Harks Buch “Gemeinschaft der Ungewählten. Umrisse eines politischen Ethos der Kohabitation” (2021). Sie übersetzen Theorie in ästhetische, musikalische und performative Formen. “Im Schatten der Präsenz” macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt, und gibt Stimme denen, die gehört werden müssen.

TEAM

Text: Sabine_ Hark
Musik: Lisa Hoppe
Künstlerische Beratung, Bühnenbild: Gertrud Schrader
PerformerInnen: Julian Bender, Noah Ebert Gómez, Christian Find, Petra Goldkuhle, Hanna Hacker,
Marion Henkelmann, Sasha Lurje, Mila Thoma, Lor Willkomm
Bühnenraum + Kostüme von Studierenden des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin: Fan Ye, Katya Tiniakova, Kristina Mai, Julie Savery, Lorenz Willkomm, Luise Koerber, Luise Knoppan, Mila Thoma, Runzhi Ye, Sabrina Podemski

Produktion: Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (TU Berlin). In Kooperation mit HAU Hebbel am Ufer.