Mediale Inszenierung auf dem Teufelsberg

Im Workshop „Mediale Inszenierung“ erarbeiteten die Studierenden des 2. Semesters unter Leitung von Dozent Heiko Kalmbach formale und technische Grundlagen für den Einsatz von bewegten Bildern im Raum. Zum zweiten Mal haben wir den Unterricht und abschliessende Projektarbeiten an einen besonderen Ort verlegt – den Teufelsberg Berlin – und die Praxisübung ortsspezifisch für dieses geschichtsträchtige Gelände entwickelt. 

Worum ging es in dieser Lehrveranstaltung? Dieser erste von zwei Workshops setzt sich mit theoretischen und praktischen Fragen zu filmischen Grundkonzepten wie Bildeinstellung, Kamerablick und Montage auseinander. In Kameraübungen testen und erörtern die Studierenden zunächst formale Mittel und Wirkung verschiedener Formate und Genres. Nach filmischen Skizzen erarbeiten sie dann eine Projektarbeit in der mehrere mediale Ebenen aufeinander Bezug nehmen und im Zusammenspiel ihre Gesamtdramaturgie entfalten. Im Sinne des ‚Expanded Cinema‘ wird so der Einsatz des Bewegtbildes in räumlichen Installationen erforscht.

Die jeweiligen Teams setzten sich in diesem Jahr mit verschiedenen Kurztexten von Franz Kafka, Samuel Beckett und Ursula K. Le Guin auseinander. Auf dem Areal des Teufelsbergs standen neben filmischen / medialen Überlegungen natürlich site-spezifische Fragen im Vordergrund, wie das Framing von Orten, die Auseinandersetzung mit existierenden Materialien und Räumen sowie die Einbindung des Publikums im öffentlichen Raum.

9 realisierte Projekte

„Nebensonnen“ – Mila Thoma, Karlotta Maurer, Sophie Leypold
„Sorry for the Chaos“ – Inés Peláez, Paulina Jarosinska
„Illusion / Company“ – Sepideh Yekehbash, Somayeh Ahemeh
„Heimkehr“- Eva Patramani, Luise Körber
„The Trap“ – Philipp Eyselein, Sabrina Podemski
„Dialogues“ – Hanna Kritten Tangsoo, Luise Krüger
„Zustände“ – Luise Körber
„Heimkehr“ – Fan Ye, Runzhi Ye
„Löffelarchiv“ – Noah Ebert Gómez

Die Galerie zeigt die Arbeitsergebnisse der Studierenden, die ortsspezifisch auf dem Gelände des Teufelsberg Berlin innerhalb von 2 Tagen entstanden sind und in einem offenen Rundgang präsentiert wurden.

Fotos: Heiko Kalmbach, Franziska Ritter