Wissen ist flüchtig, diskursiv, in Bewegung – und braucht Räume, in denen es sichtbar, verhandelbar und gemeinsam erlebt werden kann.
Im Wintersemester 2025/26 entwickelte der Studiengang Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin szenografische Konzepte für die Konferenzreihe PartWiss, die im September 2026 zu Gast im TU Hauptgebäude auf dem Campus Charlottenburg sein wird. Im Projekt „Ephemere Wissenslandschaften – Szenografische Experimente für temporäre Räume“ entwarfen 17 junge Gestalter:innen der Studiengänge Bühnenbild_Szenischer Raum und Architektur räumliche Interventionen, die die Konferenzräume der TU Berlin verwandeln, temporäre Begegnungen ermöglichen und Diskussionen anregen.
PartWiss – Partizipation und Räume des Wissens
Die Konferenzreihe „Partizipation Wissenschaft“ (PartWiss 2026) ist ein praxisorientiertes und interaktives Forum für partizipative und transdisziplinäre Forschung und wird von einem bundesweiten Verbund aus Universitäten und Forschungsinstitutionen getragen. Unter dem Thema „Räume und Ressourcen für partizipative und transdisziplinäre Forschung” rückt PartWiss ’26 die Frage in den Fokus, wie Räume – physisch wie metaphysisch – eine Konferenz nicht nur beherbergen, sondern inhaltlich prägen. Räume werden dabei zugleich als architektonische Gegebenheiten und als Kontexte verstanden, in denen Wissen entsteht, geteilt und neu verhandelt wird.
Drei thematische Felder
Ausgangspunkt für die szenografische Arbeit waren die drei thematischen Schwerpunkte der Konferenz:
- Labore, experimentelle Räume & Technologien – Wie forschen wir?
- Stadt, Land & Natur – Wo und mit wem forschen wir?
- Subjektivität & Strukturen – Unter welchen individuellen und institutionellen
Bedingungen forschen wir?
Die Studierenden fragen, wie diese unterschiedlichen Raumtypen Atmosphäre, Inhalt und Dynamik einer Konferenz beeinflussen und welche Formen von Räumen es braucht, um Wissen zu teilen, Teilhabe zu ermöglichen und neue Verbindungen zu schaffen. Im Zentrum steht die Idee, narrative Räume und thematische Installationen so zu nutzen, dass komplexes, transdisziplinäres Arbeiten erfahrbar wird.
Vom Konzept zur ephemeren Wissenslandschaft
Im Verlauf des Wintersemesters nähertenn sich die Studierenden dem Thema Raum zunächst über Referate, Diskurse und theoretische Impulse. Darauf aufbauend entwickeln sie erste räumliche Ideen in Form von Moods, Modellen und Mock-ups, die die Konferenz als ephemere Wissenslandschaft denken: sichtbar, begehbar, veränderbar und erlebbar. Die im Seminar entstandenen Konzepte, Modelle und Interventionen sollen die Tagung nicht nur begleiten, sondern ihr Gesicht prägen – als Orte, die Atmosphären schaffen, Fragen stellen und Verbindungen eröffnen. Die Umsetzung erfolgt im August und September.
Kooperationspartner:
TD-LAB – Labor für transdisziplinäre Forschung, vertreten durch Nadine Gaasch und Melanie Kryst.
Dozierende: Annette Müller, Robert Niemann, Franziska Ritter
Studierende:
Reyhan Akdemir, Ossema Behi, Matthis Biekehör, Ivan Boychev, Nikodem Cisowski, David Dobroschke, Daria Hannig, Karlotta Hartz, Anna Lena Höink, Margarita Karchevskaya, Julia Mock, Inés Peláez, Yurii Petryna, Chiara Poma Rinklef, Charlotte Richert, Michael Schulte-Austum, Elisabeth Wadewitz
