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LECTURE 17. April: Schnittstellen – Ausstellungsregie zwischen kuratorischer und szenografischer Praxis

Nimmt man Ausstellungen als eigenständige Medien ernst, so wird deutlich: mit jeder Ausstellung entsteht aus den beteiligten Akteuren – aus Konzepten, Objekten/Sammlungen, Texten, Räumen, Tönen, Installationen, Personen etc. – etwas unverwechselbar Neues. Ausstellungen zeigen etwas, das auf andere Weise gar nicht sichtbar werden kann, also eben der spezifischen Logik genau dieses Mediums geschuldet ist. Was ist das für eine Logik und was sind vor diesem Hintergrund die Herausforderungen an die kuratorische und szenografische Arbeit?

Die These ist, dass die Auffassung von Ausstellungen als eigenständige Medien nicht ohne den Begriff der Regie auskommt: Eine Regie, die zwischen den höchst unterschiedlichen Beteiligten Verhältnisse herstellt, zwischen ihren Ansprüchen auf Repräsentation vermittelt, zwischen inhaltlich-wissenschaftlichem Konzept und ästhetisch-räumlichen Gestaltungen Übersetzungsmöglichkeiten auslotet und im Sinne einer Gesamtregie bestimmte Setzungen vornimmt. Der Vortrag umkreist den Begriff der Ausstellungsregie anhand von Beispielen und stellt die Schnittstelle zwischen kuratorischen und szenografischen Praktiken zur Diskussion.

Vortrag: Prof. Nicola Lepp

Mittwoch, 17. April 2019 um 19 Uhr
Ort: TU Berlin, Studio 484, Masterstudiengang Bühnenbild_Szenischer Raum, Ackerstraße 76, 13355 Berlin
Eintritt frei, Vortrag in deutscher Sprache
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Nicola Lepp ist Kulturwissenschaftlerin und Ausstellungsmacherin und seit 2015 Professorin für Kultur und Vermittlung an der Fachhochschule Potsdam. Ausstellungen u.a. GRIMMWELT, Kassel 2015; Museum der Gefäße Humboldt Lab Dahlem, Berlin 2013; PSYCHOanalyse. Sigmund Freud zum 150. Geburtstag, 2006; Der Neue Mensch. Obsessionen des 20. Jahrhunderts, 1999. Forschungsschwerpunkte sind u.a. Theorien und Praxen der Dinge und des Ausstellens sowie einekritische Vermittlungstheorie des Museums.

Foto © Jan Bitter

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